Bei einem Besuch der Blindenschule in Peja/Kosovo stellte sich in Gesprächen mit Hrn. Dir. Mazllum und den Kolleginnen und Kollegen heraus, dass die dort unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer keine fachspezifische Ausbildung in Blinden- und Sehbehindertenpädagogik haben. Einige Kolleginnen und Kollegen unterrichten blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler schon seit einigen Jahren - die Schule existiert seit 1981 - und bringen daher Grunderfahrungen (Brailleschrift) für den Unterricht dieser Schülerinnen und Schüler mit. Sie hatten jedoch bislang keine Möglichkeit, eine fachspezifische Aus- und Fortbildung zu besuchen, da diese im Kosovo nicht angeboten wird. Vor allem die neueren Erkenntnisse, wie psychologische Forschungsergebnisse, Augenheilkunde, Low Vision Training, Orientierung und Mobilität, Lebenspraktische Fertigkeiten, blindenspezifische Hilfsmittel, spezielle EDV-Kenntnisse, .... sind den Kolleginnen und Kollegen nicht bekannt. Die Kolleginnen und Kollegen an der Blindenschule sind sehr motiviert Neues zu erfahren, moderne Erkenntnisse auch in ihrem Land umzusetzen und damit die Situation blinder und sehbehinderter Schülerinnen und Schüler zu verbessern.
Die Lehrerinnen und Lehrer (4 Kolleginnen und Kollegen, Hr. Dir. Mazllum) sollen
in einem dreiwöchigen Aufenthalt in Wien am
In Vorträgen und Seminaren sollen sie die neuesten blindenspezifischen
Erkenntnisse (Psychologie, Augenheilkunde, EDV, Lebenspraktische Fertigkeiten,
Orientierungs- und Mobilitätstraining, Low Vision, Schulung des Restsehvermögens,
Vergrößerungsmöglichkeiten, ...) erfahren und diskutieren. Sie
sollen Gelegenheit bekommen, im Internatsbereich verschiedene Freizeitaktivitäten
(Chor, Schach, Schwimmen, rhythmische Erziehung, ..) und die Gestaltung des
Alltags (Mithilfe beim Haushalt, lebenspraktische Übungen, ...) mitzumachen.
Sie sollen im Kosovo als Multiplikatoren tätig sein.