BBInfo 2/2001 Titelbild: Schachmeisterschaft: Turniersieger 2001 Rainer Fexa Informationsblatt des Bundes-Blindenerziehungsinstitutes Inhalt $$$Liebe LeserInnen! $$$BBI intern %%%Personelles %%%Eine Abteilung stellt sich vor - Basale F÷rderklassen, Volksschule, 5.ASO ///Basale F÷rderklasse I ///Basale F÷rderklasse II ///Die 1. VS stellt sich vor ///Integration ist ... ///Eine Mutti macht sich Gedanken ³ber zwei Jahre Integration am BBI ///Wir stellen uns vor - 4. VS ///Gestatten, 5. ASO! $$$Íffentlichkeitsarbeit %%%Die Smokehouse Jazzband spielte f³r einen guten Zweck %%%Tage der offenen T³r %%%Ein Brief %%%ÍBB-Blindenleitstein %%%"Begreifbare" Stadtplõne f³r Blinde %%%Begreifbare Stadtplõne f³r Blinde Mehr Mobilitõt durch tastbare Karten / Erste Spenden f³r Produktion %%%Mobil im Grõtzel %%%Besuch in unserem "Museum f³r das Blindenwesen" %%%Briefe %%%Anmerkungen zu einem Brief %%%60 Jahre ... und kein bisschen leise! %%%Integrations- und Aufklõrungsfilm %%%Love at first touch %%%Das war mein gro¯er Tag: 15. Mai 2001 %%%Mein 2. Drehtag: 17. Mai 2001 %%%Meine Eindr³cke zu diesem 2. Tag $$$Erleben - begreifen %%%Beim "Erste-Hilfe-Kurs" im Bild %%%Station "Richtige Rechtschreibung" %%%Station "Einige besonders kniffelige Fragen" %%%Unser Praktikum am Bundes-Blindenerziehungsinstitut %%%Ausbildungsschwerpunkte der Fachschule f³r Sozialberufe %%%Projekt der ASO/OST f³r den katholischen Religionsunterricht - "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt" %%%Miteinander Spiel und Spa¯ im Mõrchenpark %%%Ein ganzer Tag im Mõrchenpark %%%Eindr³cke der 5. ASO %%%1. VS - Ein ganzer Tag im Mõrchenwald %%%Nicht nur "Nehmer", auch "Geber" sind wir %%%Unsere Schulpartnerschaften %%%"Summ, summ, summ" - ein Imker besucht das BBI %%%Projekt EURO %%%Internationaler Schreibwettbewerb in Chemnitz $$$Spezialbeitrõge %%%Aufbruch ins Neuland %%%Massageausbildung zum/zur Heil- und gewerblichen Masseur/in im BBI Wien $$$Feste und Feiern %%%Erstkommunion am BBI $$$Ehemalige Sch³lerInnen %%%Lebenslauf mit Zukunft? Mag. Beate Hattinger %%%Annemarie Hechenleitner $$$Freizeit und Unterhaltung %%%Jazzkonzert $$$Sport und Spiel %%%Vienna City Marathon %%%23. Wiener Schwimmmeisterschaften %%%Internationaler Schwimmwettkampf im Bundes-Blindenerziehungsinstitut %%%Zwei Briefe %%%Meine ersten internationalen Schwimmmeisterschaften %%%WIENER LEICHTATHLETIKMEISTERSCHAFTEN %%%Ísterreichische Schachmeisterschaft f³r sehgeschõdigte Jugendliche %%%Die 12. Ísterreichischen Jugend-Schachmeisterschaften %%%Bericht ³ber die Sportwoche in Schielleiten 20. bis 26. Mai 2001 $$$Leserbriefe %%%Buchvorstellung - Wilhelm Cerveny %%%Hofrat Dr. Friedrich Benesch $$$Heiteres aus dem Unterricht $$$Liebe LeserInnen! In wenigen Tagen beginnen die Ferien, der Sommer steht vor der T³r, die letzten Stunden des Schuljahres 2000/2001 sind angebrochen. Die letzten Pr³fungen und Schularbeiten haben die Sch³lerInnen hinter sich, die Noten stehen fest und f³r zwei Monate schlie¯t sich das Schultor. Vom Stress und den Anstrengungen des abgelaufenen Schuljahres werden die Sch³lerInnen in hoffentlich recht erholsamen Ferien wieder Kraft f³r das Schuljahr 2001/2002 sammeln. Mit den Ferien beginnt die Reisezeit, Urlaubssehnsucht, Trõume vom Feriengl³ck. _berlegungen f³r einen Traumurlaub werden angestellt, ³ber die Homepage der ÷sterreichischen Internet-Reiseb³ros kann man online buchen. Ferienregionen mit Luxusanlagen, saftige gr³ne H³gellandschaften, kristallklare Seen und das Meer locken, urspr³ngliche Bergd÷rfer, pulsierendes Stadtleben und antikes Kulturflair machen die Wahl schwer. Zahlreiche Eltern machen sich mit ihren kleinen "Lieblingen" auf den Weg in den wohlverdienten Sommerurlaub. Mit dieser Ausgabe des BBInfo berichten wir wieder ³ber das Schulgeschehen und ich hoffe, dass Sie, geschõtzte LeserInnen, an unserem Schulalltag Anteil nehmen k÷nnen. Ein anstrengendes, arbeitsreiches Schuljahr liegt hinter uns, viele Erfolge sind der Lohn f³r gewissenhafte Arbeit. Das Engagement aller MitarbeiterInnen hat sich gelohnt; die vielen Neuerungen gegen³ber dem letzten Schuljahr (Orientierungsklasse, HASCH, 4. S-Klasse ...), gewissenhaft vorbereitet, haben wir gemeistert. Erfolg macht ein wenig stolz, ist aber auch Antrieb f³r weitere Planungen und so denken wir ³ber eine neue Namensgebung nach und arbeiten an einem Projekt in Richtung digitale Kommunikation (ECDL/Europõischer Computerf³hrerschein). Die sehgeschõdigtenspezifische Ausstattung mit Computerarbeitsplõtzen in den diversen Klassen und die behinderungsspezifische Adaptierung des gesamten Hauses werden weiter fortgesetzt. Sch³lerInnen treten nach Abschluss der Ausbildung hinaus ins Leben, viele "Neue" werden im kommenden Schuljahr in unserem Haus die Ausbildung beginnen. Geschõtzte LeserInnen, liebe Eltern, in wenigen Tagen werden Sie beginnen, mit den Kindern die Ferien zu genie¯en. Ich w³nsche Ihnen sch÷ne Urlaubstage und viel Freude mit Ihren Kindern. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor $$$BBI intern %%%Personelles Mit 30. Juni 2001 tritt Frau Ingeborg WAGNER in den wohlverdienten Ruhestand. Seit 19. Feber 1985 war Frau WAGNER als Reinigungskraft und zuletzt als Helferin im Kindergarten tõtig. Gewissenhaftigkeit und Liebe zu den Kindern waren ihr "Markenzeichen". F³r die langjõhrige Arbeitsleistung am BBI danken wir ganz herzlich, w³nschen Gesundheit und sch÷ne Jahre in der Pension. Am 8. Mai 2001 hat Frau Christine EICHINGER (manchen unter dem Namen Klaffenb÷ck bekannt) einem Julian das Leben geschenkt (3460 g, 50 cm). Wir w³nschen den gl³cklichen Eltern viel Freude mit ihrem "Sonnenstrahl". OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Eine Abteilung stellt sich vor - Basale F÷rderklassen, Volksschule, 5. ASO ///Basale F÷rderklasse I Seit nunmehr 3 Jahren arbeite ich als Põdagogin in der Basalen F÷rderklasse I am Bundes-Blindenerziehungsinstitut. Zusammen mit der Fachbetreuerin Tina Rabitz von den Wiener Sozialdiensten betreuen wir 4 mehrfach schwerstbehinderte Kinder. Die F÷rderung entspricht nicht den ³blichen Vorstellungen von Schule und Unterricht, denn bei uns sind jene Kinder, die noch vor einigen Jahren als unbeschulbar galten. Hauptkriterien f³r die Aufnahme in die Basale F÷rderklasse am BBI sind: Pflegeabhõngigkeit geistige und mehrfache Behinderung Sehbehinderung Ein wesentlicher Bestandteil unserer põdagogischen Arbeit ist die gezielte Anregung der Wahrnehmung. Als Grundlage dient uns daf³r die von A. Fr÷hlich aufgestellte Wahrnehmungshierachie: somatische (Bõllchenbad, W³hlwannen,...) vibratorische (Massagegerõte,...) vestibulõre (Hõngematte, Schaukeltonne,...) akustische (Klangwiege, Musikinstrumente,...) taktil-haptische (Tastsõckchen, Tastbrettchen,...) visuelle (Dunkelraum) gustatorische/olfaktorische (Duftdosen, ...) Neben der Wahrnehmungsf÷rderung zõhlen die Unterst³tzung motorischer Fõhigkeiten, Essen/Trinken, Sprachentwicklung, soziales Lernen und pflegerische Ma¯nahmen zu den wichtigsten Unterrichtsinhalten. Põdagogische, therapeutische und pflegerische Elemente lassen sich nicht trennen, sondern ergeben ein Ganzes. Der Unterricht besteht zum gro¯en Teil aus Einzelarbeit mit den Kindern. Es ist nur selten m÷glich mehrere Kinder gleichzeitig mit einem Unterrichtsinhalt zu beschõftigen und zu f÷rdern (unterschiedliche F÷rderschwerpunkte). F³r die andern Kinder werden alternative Beschõftigungsm÷glichkeiten gefunden, bei denen sie sich selbststõndig mit Materialien und Gegenstõnden auseinandersetzen k÷nnen (Mobiles). Vorstellung unserer Kinder Karoline A. Karo liebt es wild in der Hõngematte geschaukelt zu werden. Sie genie¯t ausgedehnte Massagen und es bereitet ihr gro¯e Freude am Bobathball zu turnen. Obwohl sie das einzige Mõdchen in unserer Klasse ist, hat sie es bestens geschafft, sich bei ihren Mitsch³lern durchzusetzen. Christopher E. Chrisi ist ein interessierter und lernwilliger Knabe. Sei es die Arbeit im Bauchschrõgbrett oder die _bungen auf der Therapierolle, er ist stets bem³ht eifrig mitzuarbeiten. Gro¯en Gefallen findet er auch am Religionsunterricht, welcher sich f³r ihn als õu¯erst positiv und angenehm erweist. Florian M. Flo findet gro¯en Gefallen an den Stunden im Snoezelenraum, wo er sich vollends entspannen kann. Massagegerõte zõhlen zu seinen besonderen Vorlieben. K÷rperkontakt ist ihm sehr wichtig. Flo hat es gerne, gehalten und gedr³ckt zu werden. Daniel U. Daniel zeigt vor allem an Musik gro¯es Interesse, er besitzt ein gutes Takt- und Rhythmusgef³hl. _bungen auf der Therapierolle oder am Physioball bereiten ihm stets gro¯e Freude. Daniel liebt es auch, wild in der Hõngematte geschaukelt zu werden. Obwohl es sicherlich auch kritische Situationen zu bewõltigen gilt, in denen ich ³berfordert oder ratlos bin, w³rde ich die Arbeit mit unseren Kindern keine Sekunde missen wollen. Manchmal gen³gen schon kleine Gesten eines Kindes (ein Lõcheln von Karo oder eine Umarmung von Florian), um so manche tr³be Gedanken verschwinden zu lassen. Birgit Gensbichler Tina Rabitz ///Basale F÷rderklasse II Hallo, wir, das sind Anna, Mariam, Melanie und Rahela, besuchen die Basale F÷rderklasse II. Wir werden tõglich mit dem Fahrtendienst von zu Hause abgeholt und in die Schule gebracht. An manchen Tagen ist es recht lustig im Bus, denn da gibt es Stau und der Busfahrer muss sich õrgern. Wir haben aber damit kein Problem. Rahela fõhrt zu Mittag (12:40 Uhr) nach Hause und wir, Anna, Melanie und Mariam bleiben bis 15:45 Uhr in der Nachmittagsbetreuung. Unsere Betreuer am Vormittag sind Petra Buchmann (Fachbetreuerin) und Judith Kowal (Sonder- schullehrerin). Wir haben sie recht gern, aber manchmal wollen sie von uns Dinge, die f³r uns nicht lustig sind. Das zeigen wir ihnen dann auch, leider kann man sie nicht immer ³berlisten. Die meiste Zeit machen sie aber Sachen mit uns, die wir sehr gerne haben. Mariam bekommt eine liebevolle Kopfmassage, Anna kann kuscheln, Melanie genie¯t die Hõngematte, Rahela singt und trommelt sehr gerne mit einer Betreuerin. Wenn wir in der Fr³h kommen, wird jede von uns auf ihren Lieblingsplatz gelegt, nette Musik begleitet uns in den Schultag. Nach einer Erholungs- phase nach der Busfahrt geht es dann flott los. Mariam bekommt mit dem L÷ffel Tee oder Saft, Melanie wird durchmassiert, Anna darf noch kuscheln, Rahela rõumt Spielkisten aus. Nachdem nicht alle gleichzeitig mit den Betreuern arbeiten k÷nnen, wird abgewechselt. Mariam wird tõglich durchbewegt, das Essen dauert oft sehr lange, denn wenn sie nicht will, dann k÷nnen Judith und Petra Kopf stehen! Es gibt aber auch F÷rdereinheiten, die f³r beide Seiten angenehm sind, zB gemeinsames Schaukeln im Schaukelstuhl. Melanie genie¯t wiederum das Durch- bewegen und Eincremen, daf³r liegt sie nicht gerne auf ihrer linken Seite, denn da muss sie mit ihrer schwõcheren Hand aktiver sein. Anna ist oft recht grantig und braucht intensiven K÷rperkontakt. Bei jeder Lage- und Ortsverõnderung muss krõftig protestiert werden, obwohl es dann ohnehin Spa¯ macht. Sie liegt gerne mit dem Bauch auf der Therapierolle und w³hlt dabei mit den Hõnden in verschiedenen Kisten und Wannen, die mit tollen Sachen gef³llt sind, zB Nudeln, Schwõmmen, _berraschungseiern, ... Rahela w³rde am liebsten den ganzen Tag "Anton aus Tirol" singen, sie kann aber schon viel mehr Lieder. Mit Unterst³tzung geht Rahela von einem Raum in den anderen, darf sich dann aber auch mit einem Massagegerõt ausruhen. So ein Vormittag ist immer sehr abwechslungsreich! Zu Mittag sind dann alle ziemlich geschafft, trotzdem freuen wir uns immer auf den nõchsten Tag! Judith Kowal Petra Buchmann ///Die 1. VS stellt sich vor Aufgeregt und neugierig kamen wir im September 2000 in die Schule. Unsere Klasse liegt im dritten Stock und wird von zwei Mõdchen und drei Buben besucht. Schon in der zweiten Schulwoche bekamen wir den Stundenplan. Jetzt wussten wir, dass wir in Religion, Werkerziehung, Musikerziehung und Leibeserziehung auch andere LehrerInnen haben. Am Anfang lernten wir die verschiedenen Wege zu den einzelnen Klassenrõumen - den Turnsaal, das Religionszimmer usw. kennen. Bald kannten wir uns im Schulhaus gut aus. Jede Woche lernten wir einige neue Buchstaben. So konnten wir immer wieder neue W÷rter und Sõtze schreiben. Wir bekamen auch viele Leseblõtter von der Frau Lehrerin. Das Lesen fiel uns am Anfang nicht leicht, aber heute k÷nnen wir es alle schon recht gut. Auch das Rechnen macht uns Spa¯. Einmal in der Woche gehen wir Tanzen - das ist eine unserer Lieblingsstunden. Im Lauf des Schuljahres hatten wir immer wieder Besuch. So kamen manchmal andere Kinder oder Sch³lerinnen zu uns. Diesen Gõste zeigten wir, was wir schon gelernt hatten. Dann waren wir die Lehrer und erklõrten ihnen die Blindenschrift. Bei uns in der Schule ist immer etwas los! Oft gab es Konzerte in der Aula, Musikh÷rstunden, ein Theaterst³ck, Faschingsfeiern usw. Nur einmal hatten wir Pech - das war im Herbst. Wir wollten unseren ersten Wander- tag machen, aber der fiel buchstõblich ins Wasser. Gerade an diesem Tag regnete es in Str÷men. In unserem ersten Schuljahr haben wir viel gelernt. Wir freuen uns schon auf die zweite Klasse. Gerhard: Ich lese gern, am liebsten hõtte ich jeden Tag eine neue spannende Geschichte. Au¯erdem gehe ich gern im Schulhaus spazieren und besuche verschiedene Abteilungen: die Krankenstation, die K³che, den Portier ... Christopher: Ich habe in der Klasse einen speziellen Tisch mit einer eigenen Lampe. Da muss ich mich beim Schreiben und Lesen nicht so hinunterbeugen. Die Blindenschrift habe ich nicht gelernt. Ich schreibe mit Filzstiften und meine B³cher sind gr÷¯er als die von der Frau Lehrerin. Denise: Das Schreiben macht Spa¯. Ich merke mir die W÷rter gut und wei¯ schon, wo ich ein "stummes h" oder ein "langes ie" schreiben muss. Besonders gern spiele ich Klavier. Gut, dass wir eines in unserer Klasse haben. Sami: Einmal in der Woche gehen wir in den Turnsaal zur Luftburg. Da springe ich ganz hoch und viel, bis ich nicht mehr kann. In der Pause baue ich gern T³rme und Hõuser aus Lego. Beim Schreiben bin ich schon recht flott - am Anfang habe ich oft den anderen Kindern geholfen, die Blõtter in die Maschine einzuspannen. Barbara: Rechnen ist meine Spezialitõt. Ich wei¯ die richtigen Ergebnisse ganz schnell. Vom Wochenende habe ich immer besonders viel zu erzõhlen. Ich bringe den Kindern oft kleine Naschereien mit, weil ich selbst eine Naschkatze bin und gern teile. Eva Hannemann Klassenlehrerin ///Integration ist ... - Die I-Klassenlehrer stellen ihre Arbeit und die Kinder vor F³nfmal pro Woche treffen sich sechs Knaben und f³nf Mõdchen zu einem fr÷hlichen Miteinander. Der Schultag beginnt meist mit einem Morgenkreis im Rondeau. Je nach Tag und Unterrichtsgegenstand werden die Kinder in verschiedene Gruppen aufgeteilt und in den uns zur Ver- f³gung stehenden drei Rõumen von Frau Prof. Emich, VObl. Odelga und Frau VL Zinsler unterrichtet. Warum diese Aufteilung? Wir f³hren ein Modell, in dem Kinder der 1. VS mit 2. VS (sehende Sch³ler) und zwei Kindern der 2. VS mit einem Kind der 2. ASO (hochgradig sehbehindert und blind) versuchen, den Lehrstoff der jeweiligen Schulstufe gemeinsam zu erarbeiten. Da wir im Team sind, k÷nnen wir den individuellen Fortschritt jedes Sch³lers ber³cksichtigen und f÷rdern. Es wurden uns schon zu Beginn hervorragende bauliche Bedingungen zur Verf³gung gestellt. Dadurch konnten wir mit jeder Gruppierung in einen eigenen Raum ausweichen. Diese Voraussetzung war f³r das Pilotprojekt, das wir im Schuljahr 1999/2000 starteten, besonders wichtig. Der Blinde und der Sehbehinderte braucht sehr oft einen eigenen Raum, in dem er sich - abgeschirmt vom aktiven Unterrichtslõrm - mit gro¯er Aufmerksamkeit den dargebotenen neuen Eindr³cken zuwenden kann. Alles muss m³hsamer, langsamer, der speziellen Situation angepasst, erlernt bzw. erfahren sowie ge³bt werden. Die methodischen Schritte zum Erreichen der Lernfortschritte unter- scheiden sich wesentlich von denen, die ein nicht sehgeschõdigtes Kind ben÷tigt. Bald stellte sich heraus, dass Integration im herk÷mmlichen Sinn f³r uns nur in unbefriedigender Art m÷glich war. Bei der tõglich intensiven Auseinandersetzung mit verschiedenen Lehr- und Lernsituationen, die abgestimmt auf unsere Sch³ler waren, suchten wir nach neuen M÷glichkeiten der gemeinsamen Beschulung. Nach langem Suchen haben wir f³r unsere Bed³rfnisse eine Methode gefunden. Der Sehende wird beim Blinden integriert und dadurch ist ein fr÷hliches, gedeihliches Arbeiten miteinander m÷glich. Besuche von anderen Schulklassen (am Tag der offenen T³r) zeigten, dass wir in manchen Bereichen sogar um einige Schritte voraus waren. Dies bestõtigt unsere Methodik und die didaktische Vorgangsweise unseres Teams. Was uns besonders freut! Die Sch³ler haben bald einen liebevollen, netten Umgang gelernt. Hilfestellungen in Alltagssituationen werden ohne unsere Aufforderung von den Kindern selbststõndig gegeben. Vobl Helgard Odelga Prof. Christa Emich ///Eine Mutti macht sich Gedanken ³ber zwei Jahre Integration am BBI Es war Mitte Dezember, als Frau Emich mit der Bitte an uns herantrat, f³r die nõchste Ausgabe des BBInfo einen Beitrag zu gestalten, in dem Eltern eines Sch³lers der Integrationsklasse ihre Meinung und Sichtweise zur Klassen-, Lehr- und Lernsituation der Sch³lerInnen darstellen sollten. Eine Art Reflexion der vergangenen zwei Schuljahre. Zwei Jahre ... eine lange Zeit. R³ckblickend gesehen waren sie im Nu vergangen. Getragen von den vier Hauptst³tzen eines Schuljahres: Weihnachtsferien, Semesterferien, Osterferien und Sommerferien, verfloss die Zeit wie im Flug. Dazwischen gab es immer wieder verlõngerte Wochenenden oder gar eine ganze Woche - Herbstferien - frei. Eingebettet in diesen Jahreszyklus waren jene Tage, die wir hinlõnglich als schulpflichtige Tage bezeichnen. Schulpflicht - ein Wort, das unter Umstõnden einen leicht sõuerlichen Geschmack im Mund entstehen lassen kann, aber nicht so bei unserem Sohn. Er geht gerne in die Schule. Nat³rlich h³pft er nicht fr³hmorgens jubelnd aus dem Bett - es sei denn, es ist Samstag oder Sonntag und schreit "Huhu, ein neuer Schultag" - aber er ist immer guter Dinge und geht gut gelaunt in die Schule. Ein Zustand, der nicht selbstverstõndlich ist. Denn ich denke noch mit Grauen an unsere Einschulung zur³ck, als Denis als einziges Kind auf die Frage, ob er sich auf die Schule freue, mit einem eindeutigen und klaren "Nein" antwortete (und ich wurde rot). Aufgrund seiner õlteren Br³der kannte er bereits Begriffe wie "Haus³bungen" oder "Schularbeiten" und wusste, dass sie mitunter Stress bedeuteten. Folglich war "Schule" in seiner Vorstellungswelt negativ besetzt. Zum Gl³ck hat sich dies geõndert. Ein Erfolg seiner Klassenlehrerinnen und des guten Unterrichtsklimas in der Klasse. Vielleicht sollte ich die Integrationsklasse einmal vorstellen. Rõumlich gesehen liegt die I-Klasse im ersten Stock, wenn man die Stufen hinaufgeht links und dann gleich rechts. Der lange Gang zwischen den Rõumen der Integrationsklasse und dem auf derselben Seite liegenden textilen Werkraum ist immer voller Plakate mit Kunstwerken der Kinder. Zur Zeit sind es Clownk÷pfe, Mandalas, Plakate ³ber Dinosaurier und Collagen. Wenn man nun das Reich der 1. Klasse betritt, so findet man sich zuerst in der Garderobe wieder, von dort f³hrt eine T³re weiter in den mittleren Klassenraum. Dieser etwas kleinere Raum wird f³r jene Unterrichtsphasen, die speziell f³r Bianca (eine blinde Mitsch³lerin) sowie Yasemine und Markus (Kinder mit Sehrestwerten) geplant sind, genutzt. Links von diesem Raum befindet sich das gro¯e Klassenzimmer, in dem die sehenden Kinder (f³nf Buben und f³nf Mõdchen) unterrichtet werden sowie der integrative Unterricht stattfindet. Rechts vom mittleren Klassenraum liegt das "runde Zimmer" (im Rondeau). Hier werden von den Lehrerinnen Geschichten vorgelesen, Kinder k÷nnen sich nach getaner Arbeit zur³ckziehen - einfach ein Platz der Ruhe und der Entspannung. Da die I-Klasse nicht nur eine Integrationsklasse (sehende und blinde Sch³ler) darstellt, sondern auch noch innerhalb der Klasse ein Mehrstufensystem beinhaltet (Sch³ler der 1. und 2. Klasse), werden die Kinder von drei Lehrerinnen unterrichtet. Frau Christa Emich unterrichtet die sehbehinderten Kinder und Frau Helgard Odelga ist f³r die sehenden Kinder zustõndig. Das Team Emich-Odelga wird noch durch Frau Eva Zinsler, die die Kinder der ersten Klasse betreut, unterst³tzt. Damit ist eine Unterrichtssituation geschaffen, von der viele Eltern, aber auch Lehrer nur trõumen k÷nnen. Die Kinder erhalten wõhrend des Unterrichtes ein Optimum an F÷rderung und Betreuung. Auf jeden Sch³ler kann individuell eingegangen werden. Dies hat nat³rlich - aus der Sicht der Kinder - Nachteile. Denn wenn einer der kleinen Rabauken sein Einmaleins nicht gut ge³bt hat, fõllt es sofort auf - Durchschwindeln gibt es nicht! Last but not least m÷chte ich noch einige Gedanken zum BBI niederschreiben. Wenn man das Haus betritt, hat man nicht das Gef³hl, in eine Schule einzutreten. Alle Mitarbeiter sind õu¯erst freundlich und nett. Ob es Herr Leeb ist, der einen unersch÷pflichen Vorrat an Lollies zu haben scheint, und Denis dies, wenn ich ihn nicht manchmal einbremse, schamlos ausn³tzen w³rde oder Herr Messerer, der, wenn er mich nachmittags zur Abholzeit kommen sieht, meinen jungen Herrn telefonisch in die Garderobe bittet. Jeder kennt jeden und wenn vielleicht nicht namentlich, dann zumindest vom Sehen. Am Ende meines Berichtes stelle ich mir selbst die Frage, w³rde ich meinen Sohn wieder in die Integrationsklasse des BBI und der VS- Wittelsbachstra¯e einschreiben lassen? Die Antwort lautet eindeutig "JA". Damals vor zwei Jahren war die Entscheidung f³r die I-Klasse nicht so eindeutig. Pluspunkte in der Entscheidungsfindung waren erstens: Frau Odelga, die ich aus der VS-Wittelsbachstra¯e kannte, zweitens: der Gedanke der Integration von sehenden und sehbehinderten Sch³lern und drittens: die geringe Sch³leranzahl. Andererseits war eben diese geringe Sch³leranzahl und die m÷gliche Isolation, die daraus entstehen kann, Nõhrboden meiner Bedenken. Ein weiterer negativer Aspekt (damals) war das Halbinternat. Da Denis nur halbtags in den Kindergarten ging, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es ihm gefallen w³rde, den ganzen Tag von zu Hause fern zu bleiben. Aber nach einer Woche wollte er bereits bis sechzehn Uhr im BBI bleiben. Und das ist bis heute so geblieben. Er macht mir gro¯e Vorw³rfe, wenn ich ihn zu fr³h abhole und er mitten im Spielen ist. Oder wenn er die Jause, die ihm Astrid, seine Erzieherin, vorbereitet hat, nicht verzehren konnte. Damit beende ich meine Gedanken ³ber zwei Jahre Integrationsklasse am BBI und mein Gatte und ich m÷chten uns gleichzeitig bei allen namentlich Bekannten und Unbekannten f³r diese zwei Jahre bedanken. Mit lieben Gr³¯en Ihre Ingrid-Zita und Mag. Peter-Michael Brommer ///Wir stellen uns vor - 4. VS Drei Mõdchen und ein Knabe besuchen die 4. Volksschulklasse, die sich im Hauptschultrakt befindet. Es sind dies Emine, Tom und die Zwillinge Slavica und Mira. Emine und Tom arbeiten in Brailledruck, Slavica und Mira in Schwarz- druck. Den Zwillingen steht jeweils ein Computer und eine Kamera zur Verf³gung. So haben sie die M÷glichkeit mit Schulb³chern zu arbeiten, die den Anspr³chen Sehender (Graphiken, Hervorhebungen, farbliche Akzente ....) gerecht werden. Anlõsse aus dem Alltag der Sch³ler dienen dazu, Gedanken m÷glichst klar, genau, anschaulich und folgerichtig sprachlich darzustellen. Diesen _bungen kommt besondere Bedeutung zu, da alle Sch³ler der Klasse zweisprachig aufwachsen (bzw. seit dem Englischunterricht dreisprachig). Sie finden immer wieder Spa¯ am Weitererzõhlen begonnener Geschich- ten, dem Schreiben von Briefen oder dem Erstellen eines Textes nach Reizw÷rtern. Ja - und wenn man die Rechtschreibung gro¯z³gig ³bersieht, machen sie ihre Sache wirklich gut! Welche Bedeutung der Begriffsklõrung zukommt, wurde bei einer _bung im Deutschunterricht deutlich, bei der Adjektive zugeordnet und mit den entsprechenden Endungen versehen werden sollten. Es entstanden Wort- gruppen, wie zB: eine sprie¯ende Taube, eine nisternde Schwalbe, eine fliegende Fahne und da das Wort "fliegend" bereits vergeben war - ein wehender Storch. Alle Kinder der Klasse lieben es, wenn der Deutschunterricht durch ein Quiz Wettbewerbscharakter bekommt. Es werden zum Beispiel im Anschluss an das Lesen einer Geschichte schriftlich eine Reihe von Fragen gestellt, welche die Sch³ler dann beantworten. Tom schafft es hõufig, die gr÷¯te Anzahl an Punkten zu erwerben. Mira bevorzugt vor allen anderen Fõchern den Mathematikunterricht. Sie kann in vielen Fõllen die entsprechenden Rechenoperationen zuordnen und die Aufgaben schnell l÷sen. Manchmal erklõrt sie ihren Mitsch³lern auch Sachaufgaben, wõhrend ihre Klassenlehrerin mit Tom Rechnungen durcharbeitet, bei denen dieser "sich aber wirklich nicht auskennt!" Rechnungen, die die Sch³ler bei Schul- und Haus³bungen gel÷st haben, werden in Form von Gutpunkten festgehalten. Mira ist mit der h÷chsten Anzahl zur Zeit unbestrittene "Rechenk÷nigin". Die Anschaulichkeit, vor allem im Bereich Geometrie, war auch im 4. VS- Jahr wichtiges Unterrichtsprinzip. Die Sch³ler entwickelten zum Beispiel den Begriff "Flõcheninhalt" durch handelndes Erfahren. Bei dieser Arbeit im Garten unseres Hauses war der Eifer bei allen sehr gro¯ und es war gar nicht leicht die anfallenden Aufgaben auf alle gerecht zu verteilen. Der Bereich Sachunterricht war auch in diesem Schuljahr von vielen Erlebnissen begleitet. Wir besuchten im Herbst den Sch÷nbrunner Tier- garten und den ORF am K³niglberg. Vor Weihnachten f³hrte uns die Thematik "Kakaobohne" in die Welt der s³¯en Leckereien. Vier kleine (B)engerln kochten ganz flei¯ig in der Schulk³che und ein s³¯er Duft durchzog das Haus. Es entstand selbstgemachte Schokolade, die in St³cke geschnitten und in Folie verpackt mit selbstbemaltem Geschenks- papier versehen wurde. Mit diesem vorweihnachtlichen Geschenk wurden dann Freunde und Verwandte beschenkt. Emine zeigte bei dieser Arbeit in der K³che besonderes Geschick, sie st³rzte sich auch mit Begeisterung auf die schmutzigen T÷pfe und putzte auch anschlie¯end die K³che wirklich sauber. Welch einer w³rde sich nicht solch eine t³chtige "K³chenfee" w³nschen?! Eine amerikanische Jugendgruppe musizierte am Vormittag des 19. April in unserer Schule. Die Klassenlehrer konnten entscheiden, ob sie mit ihren Klassen zu dieser Veranstaltung kommen wollten. Da die Sch³ler bereits zwei Konzerte dieser Art erlebt hatten und eine weitere Musikh÷rstunde in der folgenden Woche bevorstand, beschloss die Klassenlehrerin die Klasse nicht teilnehmen zu lassen. Dies f³hrte zu lautstarkem Protest in der Klasse, erschien doch die vorgesehene _bungsstunde f³r die Sch³ler lange nicht so "attraktiv" als dieses musikalische H÷rerlebnis. Da die "Argumente" der Lehrerin doch den Ausschlag gaben, wurde die erste Unterrichtseinheit flei¯ig arbeitend durchlaufen, ebenso die zweite. Jedoch vor Pausenbeginn stellte eine Durchsage des Direktors das Klassenklima auf eine harte Probe, bein- haltete sie doch die Aufforderung, in die Aula zu kommen. Als kurz vor Beginn der Vorf³hrung die Durchsage zweimal mit den Worten wiederholt wurde: "Ich bitte die Klassen, sich nun in die Aula zu begeben", meinte Tomi fast weinerlich, "siehst du, jetzt bittet er uns sogar schon darum und du gehst immer noch nicht mit uns hinunter!" Ein Kind aus unserer Klasse blieb bis jetzt fast unerwõhnt, obwohl sie ein besonders wichtiger Teil unserer Gemeinschaft ist: Slavica. Sie bildet den Ruhepol in der Klasse, wartet immer geduldig, drõngt sich nie auf und f³gt sich bereitwillig in Gemeinschaftsregeln. Wie sch÷n wõre es, wenn sie andere durch ihre ausgeglichene, ruhige Art anstecken k÷nnte! Einen sch÷nen Tag gegen Ende des Schuljahres erfuhren die Sch³ler durch eine Einladung der Wiener Stadtwerke. Sie durften einen Ausflug nach St. Margarethen im Burgenland unternehmen. Dort besuchten sie den Mõrchenwald und erlebten begeistert viele aufregende Stationen dieses Erlebnisparks. Eine gelungene Belohnung f³r ein anstrengendes Schuljahr! Edith Panzer Klassenlehrerin ///Gestatten, 5. ASO! Diese Gruppierung existiert in unverõnderter Form seit dem Schuljahr 1998/99 am BBI, als die f³nf Sch³ler aus unterschiedlichen Klassen im Haus und sogar aus einer weiteren Schule in die damalige 3. ASO wechselten. Das Projekt wurde verwirklicht, um jenen Kindern, die in ihren urspr³nglichen Klassen dem Lehrstoff nicht so leicht folgen konnten wie ihre Mitsch³ler, eine gangbare Alternative zu bieten. In der Zwischenzeit ist aus den "Einzel-Individuen" eine herzliche Klassengemeinschaft mit gro¯em Zusammengeh÷rigkeitsgef³hl gewor- den. Die Sch³lergruppe besteht im Einzelnen aus Artner-Rauch J³rgen, geb. 1989, wohnhaft in Nieder÷sterreich J³rgen hat einen richtigen Bewegungshunger, der beim Tanzen oder Turnen am besten gestillt werden kann. Trotzdem verfolgt J³rgen auch den restlichen Unterricht meistens aufmerksam und freut sich sehr, wenn seine Lieblingsthemen an der Reihe sind. Er verlebt die Wochenenden zu Hause bei seiner Familie und sch÷pft daraus auch entsprechende Energie, die ihn dann wõhrend der Schulwoche stõrkt. Nikolin Marija, geb. 1989, wohnhaft in Wien Marija beschõftigt sich sehr gerne mit bunten Farben, die sie in nassem Zustand nach Herzenslust flõchig verteilt. Sie ist ein fr÷hlich wirkendes Mõdchen, obwohl sie gelegentlich Gegebenheiten aus einem unerwartet reifen Blickwinkel betrachtet. Marija hat Tiere gerne, speziell die V÷gel haben es ihr angetan. Sie kann aufmerksam zuh÷ren und kommt mit den anderen Sch³lern gut zurecht. Rapcic Dominik, geb. 1988, wohnhaft in Wien Dominik hat, trotz seiner Vollblindheit, ein õu¯erst visuelles Vorstellungsverm÷gen, das ihm bei der Umsetzung verbaler und haptischer Informationen sehr hilft. Er ist von unkompliziertem Charakter und kommt mit den Mitsch³lern gut aus. Dominik findet an nahezu allen Geschehnissen Interesse und besitzt eine gro¯e Merkfõhigkeit. Schmidt Daniela, geb. 1989, wohnhaft in Wien Daniela ist sehr hilfsbereit und k³mmert sich mit Hingabe um die anderen Sch³ler. Durch ihr relativ gutes Sehverm÷gen f³hrt sie Klassendienste wie etwa Blumen gie¯en oder kleine Botengõnge aus. Daniela trõgt am liebsten modische Kleidung, tanzt mit gro¯er Freude und h÷rt mit ihren Freundinnen gerne Popmusik Stankovic Dragan, geb. 1990, wohnhaft in Wien Dragan ist ein echter Fu¯ballfan, der es liebt, sich im Spielerdress zu zeigen. Er betreibt auch den Laufsport mit gro¯em Eifer. Dragan ist ein interessierter Sch³ler, sein Lieblingsfach ist zweifelsfrei Mathematik. Er sieht gerne fern, ist daher ³ber das Tagesgeschehen meistens umfassend informiert und seine diesbez³glichen Fragen beleben hõufig den Unterricht. T÷mb÷l Sabine, geb. 1961, wohnhaft in Wien, Volks- und Sonder- schullehrerin, am BBI seit 1982 f³hrt die 5. ASO leidenschaftlich gerne als Klassenvorstand, ist um Betreuung der Sch³ler gemõ¯ deren Bed³rfnissen bem³ht und schõtzt gute Musik jeglichen Stils. Die oberste Maxime der zitierten Schulform besteht darin, die Lerninhalte des Sonderschullehrplans auf m÷glichst vielfõltige Art zu prõsentieren. Dazu geh÷ren neben dem herk÷mmlichen Klassenunterricht etwa viele Lehrausgõnge, um Geschehnisse vor Ort zu dokumentieren. Bewõhrt hat sich gleicherma¯en das Einladen von Fachleuten an das Institut, die dann in vertrauter Umgebung Schaust³cke prõsentieren und spezielle Sachverhalte aus erster Hand erklõren k÷nnen. Auf welcher Ebene sich der Unterricht jedoch auch gerade bewegen mag, der Spa¯ darf auf keinen Fall fehlen! Sabine T÷mb÷l Klassenlehrerin $$$Íffentlichkeitsarbeit %%%Die Smokehouse Jazzband spielte f³r einen guten Zweck Nach entsprechender Planungsphase konnten am 4. April 2001 zahlreiche Besucher ein ganz besonderes Konzert erleben. Frau Sabine TÍMBÍL, Lehrerin in der 5. ASO-Klasse am ho. Institut, war als Mitglied der Band Initiatorin des Benefiz-Konzertes f³r die S-Klassen am Bundes- Blindenerziehungsinstitut. Jazzliebhaber kamen bei dem Konzert auf ihre Rechnung und f³hlten sich phasenweise nach New Orleans versetzt. Frenetischer Applaus war der Dank f³r die Darbietungen und man kann nur noch sagen: "Schau'n und h÷r'n Sie sich das an", wenn Sie eine Ank³ndigung f³r ein Konzert sehen. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor Die Smokehouse Jazzband aus Wien, deren Markenzeichen es ist, ohne Schlagzeug auszukommen, besteht in ihrer jetzigen Besetzung seit 1984. Im Einzelnen wird die Formation aus "Frontline" Martin Gr÷schl (co), Peter Kromer (cl), Gerhard Schlager (ts, bs) und Gerhard Klein (tb), der "Rhythm Section" Heinz T÷mb÷l (p), Josef Berthold (bj) und Christoph Bottig (b) sowie Sabine T÷mb÷l (voc) gebildet. Das Anliegen der ambitionierten Jazzmusiker ist es, Werke des "New Orleans Jazz" in ihrer urspr³nglichen Form wiederzubeleben. So finden sich im Repertoire der Band vorwiegend Titel, die in den "Hot Twenties" von King Oliver, Bix Beiderbecke oder Louis Armstrong interpretiert wurden und von Bandleader Martin Gr÷schl sorgfõltig originalgetreu arrangiert. Bei dieser Liebe f³rs Detail versteht es sich von selbst, dass die Musiker stets stilgerecht gekleidet auftreten. Es bleibt also nur noch zu sagen: Schau'n - und h÷r'n - Sie sich das an ... %%%Tage der offenen T³r Am 16. und 17. Mai dieses Jahres war es wieder einmal so weit, das Bundes-Blindenerziehungsinstitut ÷ffnete seine T³ren und lud zur Besichtigung ein. Gab es in den zwei vorhergehenden Jahren bereits 450 bis 500 Besucher, so wurden diese Zahlen heuer noch gewaltig ³ber- troffen. Fast 750 Wissensdurstige aller Altersstufen wollten sich ³ber unser Tun informieren. Neben dem Besuch der Klassen, hier galt vor allem dem Informatik- unterricht das Interesse, waren der Erlebnisparcours im Turnsaal und die Sinnesstra¯e im Internat die Brennpunkte, meistens "Staupunkte". Beim Informationsstand des Blindendruckverlages konnten die Gõste die Entstehung eines Blindendruckbuches verfolgen und von unserer Trainerin f³r Orientierung und Mobilitõt wurden sie mit F³hrungstechniken und dem Gehen mit dem Langstock bekannt gemacht. Der gro¯e Erfolg der "Tage der offenen T³r 2001" ermutigt alle schon jetzt f³r das nõchste Jahr (15. und 16. Mai 2002) mit den Vorbereitungen zu beginnen; f³r die gro¯artige Arbeit aller Beteiligten ein herzliches Danke. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Ein Brief Maria Hoyer, VI Priv. VS "St. Franziskus" Apostelgasse 5 1030 Wien Tel.: 7135331/42 Wien, 20.5.2001 Betr.: Besuch am "Tag der offenen T³r" Sehr geehrter Hr. Direktor, liebe Kolleginnen und Kollegen! Dankenswerterweise hat Frau Abel einen Gruppentermin f³r uns am 16. Mai organisiert! Wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, was Sie alles bieten und f³r Besucher m÷glich machen! Die Kinder meiner 1. Klasse waren ebenfalls tief beeindruckt und nat³rlich total begeistert. Um Ihnen das vielleicht etwas zu vermitteln, sende ich Ihnen einige Ausz³ge der kurzen Berichte, die wir am nõchsten Tag schrieben: Klemens: "Wir spielten mit verbundenen Augen Klingelball" Dominik: "Am Hindernisweg war es spannend" Maxi: "Wir machten blind ein Match. In der Sinnesstra¯e war es verf³hrerisch" Daniel: "Im Turnsaal war es gefõhrlich." Alexandra (Abel): "In der Flechtschule haben Blinde K÷rbe geflochten." Jaspreet: "Am Schluss (der Sinnesstra¯e) durfte ich essen und trinken." Ich m÷chte Ihnen allen hiermit nochmals meinen Dank und meine Hochachtung vor Ihrer Leistung aussprechen. Mit freundlichsten Gr³¯en Ihre Maria Hoyer %%%ÍBB-Blindenleitstein Die Station Breitensee der S 45 wird mit einem neuen Blindenleitsystem ausgestattet! Am 19. Mõrz ³berreichte ÍBB-Generaldirektor-Stv. DI Helmut Hainitz Vertretern des Ísterreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes und anderer Blindenverbõnde symbolisch den ÍBB-Blindenleitstein. Mit dabei war auch Bezirksrõtin Sylvia Rubik. Das Blindenleitsystem verhilft sehschwachen und blinden Personen zu mehr Sicherheit und Selbstõndigkeit. %%%"Begreifbare" Stadtplõne f³r Blinde Damit sich auch blinde Menschen selbststõndig in unserer Stadt orientieren k÷nnen, wurde vom Bundes - Blindenerziehungsinstitut in Zusammenarbeit mit einigen Institutionen das Projekt "Tastbare Wiener Stadtplõne f³r Blinde" gestartet. Die technische Unterst³tzung kommt von Dr. Bernhard ENGELBRECHT und seiner Firma Geosolution. In Zusam- menarbeit mit blinden Anwendern hat er in zweijõhriger Arbeit tastbare Symbole, die Beschriftung in Braille, vor allem aber eine Ansteuerungssoftware f³r eine Frõsmaschine entwickelt. Mit dem Tiefziehgerõt der TU Wien k÷nnen durchsichtige Kunststoffplõne gefertigt werden, unter die farbige Plõne mit vereinfachten Strukturen gelegt werden k÷nnen, damit Informationen auch stark sehbehinderten Personen zugõnglich gemacht werden. Bei einer gro¯en Pressekonferenz in Sch÷nbrunn wurde in Anwesenheit des World Govenor der Lions vom Lions Club Belvedere eine Spende in H÷he von ATS 50.000,-- als Beitrag zur Kartenerstellung ³berreicht. Weitere Geldmittel als Ergebnis einer Sammlung von Sch³lern wurden vom Schulschiff in Floridsdorf auf Anregung von Mag. KRISPEL, einem "Ehemaligen" des Bundes- Blindenerziehungsinstitutes, zur Verf³gung gestellt. Der Beginn ist gemacht, ein langer Weg, vor allem jener der Geldbeschaffung, ist noch zu gehen. Mit Unterst³tzung von Bezirkspolitikern und der Wirtschaft sollte es gelingen, tastbare Bezirks- und Grõtzel-Plõne herzustellen. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Begreifbare Stadtplõne f³r Blinde Mehr Mobilitõt durch tastbare Karten / Erste Spenden f³r Produktion von Uta Hauft E6 - die M³nzwardeingasse ist gefunden. Wer Orientierung sucht, schaut in einen Stadtplan, verfolgt Koordinaten und findet den gesuchten Ort. Was f³r die meisten Menschen selbstverstõndlich ist, hilft rund 6000 Wienern ³berhaupt nicht weiter. Sie sind blind. Damit sich auch Blinde selbststõndig orientieren k÷nnen, hat das Bundes - Blindenerziehungsinstitut das Projekt "Tastbare Wiener Stadtplõne f³r blinde Menschen" gestartet. Gemeinsam mit dem Blindenverband, der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen sowie dem Verein Blickkontakt werden Plõne erarbeitet. Technische Unterst³tzung kommt von der Firma Geosolution. Sie hat die Software f³r Frõsmaschinen entwickelt, die die Matrizen produzieren k÷nnen. Die Stadtplõne selbst werden schlie¯lich auf Kunststofffolien aufgezogen. Ein _bersichtsplan von Wien ist schon fertig. Erm÷glicht wurde die Herstellung durch eine Spende der Lions in H÷he von 50.000 Schilling. "F³r den Geografie-Unterricht sind die Karten von gro¯em Wert. Die vorhandenen Tast-Plõne sind rund 50 Jahre alt, sie fallen fast auseinander", schildert Felicitas Dornstauner vom Bundes- Blindenerziehungsinstitut. %%%Mobil im Grõtzel Damit Blinde zusõtzlich Unterst³tzung bei der alltõglichen Orientierung in ihrer Umgebung erhalten, sollen nun tastbare Grõtzel-Plõne hergestellt werden. "Die sind f³r die Mobilitõt besonders wichtig", sagt Erich Schmid vom Bundes-Blindenerziehungsinstitut. Der Professor wei¯, wovon er spricht. Er ist selbst blind. "Wir haben am Institut ein eigenes Fach f³r Mobilitõt, in dem gelehrt wird, wie man mit dem Langstock geht. Gibt es zusõtzlich tastbare Plõne, dann sind Blinde wirklich mobil." F³r den Druck der Grõtzel-Plõne sind pro Bezirk rund 12.000 Schilling (ca. 870 Euro) n÷tig. Der Verein Blickkontakt wirbt derzeit bei Bezirkspolitikern und der ÷rtlich ansõssigen Wirtschaft um finanzielle Unterst³tzung. Erste Erfolge: Im Schulschiff Floridsdorf wurde eine Sammelaktion initiiert, die Firma Trenka hat eine Spende zugesagt. Die Bezirke Leopoldstadt und Floridsdorf haben Unterst³tzung in Aussicht gestellt. Bildunterschrift: So lesen Blinde Stadtplõne: Kommentare in Braille-Schrift ergõnzen die Relief-Karte. Kurier, Wien, Dienstag, 15. Mai 2001 %%%Besuch in unserem "Museum f³r das Blindenwesen" Am 16. Mai 2001 konnte ich Herrn Dr. Rudolf SCHMIDT und seine Gattin als Besucher unseres Museums begr³¯en. Bei dem fast 2-st³ndigen Aufenthalt haben wir auch recht interessante Gesprõche ³ber die Blindenbildung in Deutschland und Ísterreich, speziell ³ber die ehemalige Blindenanstalt "Hohe Warte", gef³hrt. Die Briefe geben einen sehr interessanten Einblick in die Geschichte von Menschen, denen das Schicksal hart zugesetzt hat. Vielleicht regen die Zeilen auch zum Nachdenken an. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Briefe Dr. Rudolf Schmidt Brabeckstr. 108 D-30339 Hannover, den 30.05.01 Tel. 0511-52 32 75 Sehr geehrter Herr Direktor Haslinger! Nach Hannover zur³ckgekehrt m÷chten Ihnen meine Frau und ich noch einmal herzlich f³r die freundliche Aufnahme am 16. Mai im "BBI" und f³r die Einf³hrung in ihr interessantes Museum danken. Wie besprochen sende ich Ihnen nun eine Kopie des Briefes, den Herr Direktor Altmann im Jahre 1956 an meinen Vater schrieb. Da ich den Brief zum ersten Mal las, als ich selbst in einer f³r Heimweh sehr empfõnglichen Phase war, hat er mich schon damals sehr bewegt. Recht bemerkenswert finde ich auch den Umgang, den die beiden Kollegen mit doch ganz unterschiedlichen Schicksalen hatten. Mit gro¯em Interesse lese ich in den beiden Jubilõumsschriften, die Sie uns mitgaben und meine Frau und ich erfreuen uns auch an dem "Pasticcio zum 100. Geburtstag des BBI". Auch daf³r nochmals vielen Dank. Die leider auf dem anliegenden Polaroidfoto nicht gut wiedergegebene Plakette von Vater Klein werden Sie sicherlich kennen. Herrn Mosel, dem pensionierten OSTR vom Hannoverschen Blindenbildungszentrum und jetzigen Leiter des hiesigen Blindenmuseums, habe ich meine Begeisterung vom Wiener Museum mitgeteilt. Er m÷chte es nun auch kennen lernen. Wenn Sie einmal in unserer Region sind, w³rden wir uns ³ber einen Besuch freuen. Mit nochmaligem Dank und herzlichen Pfingstgr³¯en - auch von meiner Frau - bin ich Ihr Rudolf Schmidt ///Anmerkungen zu einem Brief, den am 23. September 1956 Prof. Siegfried Altmann, damals Direktor am Austrian Institute Inc. New York, an Richard Schmidt, damals Direktor der Blindenschule mit Heim in Lebach/Saar, geschrieben hat. Ausweislich des "Taschenbuches f³r Blindenlehrer von 1914" wurde S. Altmann im Jahre 1887 geboren und war seit 1907 als Lehrer im Dienst an der Blindenanstalt "Hohe Warte" in Wien tõtig, dem Bildungsinstitut f³r blinde Kinder mosaischer Konfession. Nach einer Angabe im "Taschenbuch von 1925" ist er seit 1922 Direktor dieser Einrichtung gewesen. Seine Emigrierung in die USA d³rfte 1938 erfolgt sein. Richard Schmidt, geboren 1895 (gest. 1986), war ab 1920 Blindenlehrer an der Provinzial-Blindenanstalt in Hannover-Kirchrode. Siegfried Altmann und Richard Schmidt begegneten einander auf Kongressen, die die deutschsprachigen Blindenpõdagogen in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zusammenf³hrten, - so 1927 in K÷nigsberg. Bei dem - wie aus fr³heren Erzõhlungen bekannt - recht familiõren Charakter, den diese Tagungen hatten, lernten sich die Teilnehmer auch pers÷nlich nõher kennen. Die politischen Verhõltnisse in den 30er- und 40er-Jahren bedingten unterschiedliche Entwicklungen der beruflichen Biographien : Siegfried Altmann musste emigrieren (s.o.), Richard Schmidt wurde 1935 Direktor der Provinzial-Blindenanstalt in Neuwied am Rhein (bis 1946). Von 1949 bis 1960 war er Direktor der unter seiner -gide eingerichteten Blindenschule mit Heim im Saarland (in Lebach). Im Jahre 1956 bekamen S. Altmann und R. Schmidt ³ber eine gemeinsame Bekannte wieder Kontakt zueinander. Aus dieser Zeit resultiert Siegfried Altmanns Brief, der sicherlich Einblicke in seine besondere Pers÷nlichkeit gewõhren kann, daneben aber auch ein Zeitdokument ist. Bei dem im Brief erwõhnten Dr. Blum handelt es sich um einen blinden Juristen, der auch aus rassischen Gr³nden verfolgt war und nach dem Krieg im Saarlõndischen Sozialministerium die Tõtigkeit eines Regierungsdirektors aus³bte. Dr. Rudolf Schmidt %%%60 Jahre ... und kein bisschen leise! Mit diesem Motto verabschiedete sich am 19. April 2001 Herr Amtsdirektor Regierungsrat Hptm Josef JELINEK von der Fernmeldetruppenschule in den wohlverdienten Ruhestand. Hptm Jelinek hat sich mit einem Gr³ppchen Interessierter immer in gro¯artiger Weise der Partnerschaft mit dem Bundes-Blinden- erziehungsinstitut gewidmet. In vielen Exkursionen und diversen Unterst³tzungsaktionen, die von ihm initiiert wurden, hat sich eine Partnerschaft und schlie¯lich Freundschaft entwickelt. Als kleines Dankesch÷n f³r die stete Hilfe ³berreichte der Direktor des BBI im Rahmen der Geburtstags- und Abschiedsfeier die "Johann Wilhelm Klein Ehrennadel" an Hptm Jelinek und verband diese Ehrung mit den besten W³nschen f³r den neuen Lebensabschnitt. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Integrations- und Aufklõrungsfilm Am 7. Juni 2001, 19:00 Uhr war es so weit, die Erstauff³hrung des Spielfilms "Love at First Touch" fand im Louis Braille Haus statt. Der Ísterreichische Blinden- und Sehbehindertenverband, Landesgruppe Wien, NÍ und Bgld., gab einen Integrations- und Aufklõrungsfilm in Auftrag, der die Probleme einer pl÷tzlichen Erblindung und deren Bewõltigung zeigen sollte. Nach der Premiere muss man feststellen, die gestellte Problemstellung wurde in gro¯artiger Weise gel÷st, der Film ist unbedingt zu empfehlen. Rõumlichkeiten des BBI waren Drehorte und eine gro¯e Zahl von Sch³lern des Bundes-Blindenerziehungsinstitutes war in Statistenrollen involviert; Alexander DEUTSCH hat seine wichtige Rolle gro¯artig gemeistert. Gl³ckwunsch zur Leistung! Es sei an dieser Stelle dem Regisseur, seinem Produktionsteam und den Schauspielern zu diesem Werk gratuliert. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Love at first touch An einem Nachmittag, als ich in der Klasse war, kamen zwei Reporter und befragten mich ³ber die Blindenschrift. Danach fragten sie mich auch, ob ich bei der Verfilmung des Buches "Love at first touch" mitspielen m÷chte. Eine Woche spõter rief mich der Autor des Buches an. Eine weitere Woche danach kamen wieder die Reporter in die Schule und ich bekam ein paar Texte und wurde auch schon mit der Kamera aufgenommen, damit wurde wirklich entschieden, dass ich dabei sein darf. %%%Das war mein gro¯er Tag: 15. Mai 2001 Es kamen von der Schule auch andere Sch³ler mit, denn f³r das Popkonzert wurden Leute gesucht. Auch Lehrer und andere Leute waren im Publikum. Der Film wurde im Blindenverband gedreht. Im Raum war es sehr warm, weil dort viele Scheinwerfer und Menschen waren. Zwischen den Aufnahmen gab es immer wieder kleinere Pausen, wo man sich erholen und erfrischen konnte. Die Dreharbeiten dauerten bis zum Abend. Als die Dreharbeiten f³r diesen Tag beendet waren, gab es noch etwas zu essen. %%%Mein 2. Drehtag: 17. Mai 2001 Ich wurde in der Fr³h vom Filmteam vom Blindeninstitut abgeholt und in den Blindenverband gebracht, weil ich f³r einen zweiten Drehtag eingeteilt war. Bevor es losging, wurde ich wieder geschminkt. Diesmal fanden die Dreharbeiten in der Korbflechterei, die es dort gibt, statt. Um ca. 9:00 Uhr ging es los. Es war so, dass wir, das hei¯t: das Filmteam und die Schauspieler, nicht alleine dort waren, da die Korbflechter und auch B³rstenmacher arbeiten mussten. Es gab oft Probleme, wie zB mit dem Kamerawagen, nicht weil die Kamera nicht funktionierte, sondern weil er zu gro¯ war f³r den schmalen Gang. Auch mit dem Ton gab es Probleme, denn die Techniker mussten das Mikrofon so halten, dass man die anderen und mich und den anderen Schauspieler gut h÷rte. Auch Nebengerõusche st÷rten die Dreharbeiten. Bis alles endg³ltig so war, dass der Film wirklich gedreht werden konnte, verging viel Zeit. Das Ende der Dreharbeiten war zu Mittag. Danach bekam ich noch ein gutes Mittagessen. %%%Meine Eindr³cke zu diesem 2. Tag Als ich erfahren habe, dass ich bei einem Film mitwirken soll, wurde mir im ersten Moment anders. Ich dachte mir aber, dass es ein herrliches Gef³hl sein w³rde, einmal in meinem Leben in einem Film mitwirken zu d³rfen. Alexander Deutsch Orientierungsklasse $$$Erleben - begreifen %%%Beim "Erste-Hilfe-Kurs" im Bild Als Nachtrag zum Bericht ³ber den "Erste-Hilfe-Kurs" am Bundes- Blindenerziehungsinstitut (BBInfo 1/2001, S 33) soll mit einigen Fotos dieser Fortbildungskurs dokumentiert werden. L÷sungen zu den "Stationen" am Schikurs (Hier die L÷sungen zu den Stationen, ³ber die in BBInfo 1/2001 berichtet worden ist) %%%Station "Richtige Rechtschreibung" 1) SNOWBOARD 2) BINDUNG 3) FREESTYLE 4) DOPPELSESSELBAHN 5) CARVING 6) LIFT %%%Station "Einige besonders kniffelige Fragen" 1) Tennengebirge 2) Lammertal 3) das W÷rtchen "und" 4) 2 5) Akja, Hubschrauber, Sessellift, Skido 6) 2 Stunden õlter als vorher 7) Franz Klammer, Annemarie Moser, Andi Goldberger, Benni Raich, Hermann Maier, Toni Innauer, .... 8) nur einige Beispiele: Hermann Maier f³r Milka, Raiffeisen Franz Klammer f³r Sporthilfe Annemarie Moser f³r Waschmittel Benni Raich f³r Danone 9) Alpin: Slalom, Riesentorlauf, Abfahrt, Super G, Parallelslalom Langlauf: Klassischer Stil, Skaten, Staffel 10) 484 Jahre Judith Kowal %%%Unser Praktikum am Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wir sind elf Sch³lerinnen und besuchen im Caritas-Ausbildungszentrum die 3. Klasse der Fachschule f³r Sozialberufe in der Seegasse und unser Herr Direktor hei¯t Dr. Wolfgang Mandl. Da die Fachschule vor allem unserer Berufsorientierung und Berufsvorbereitung im sozialen Bereich dient, absolvieren wir verschiedene Praktika in sozialen Institutionen (Kindergarten, Behindertenbereich, Pflegebereich) und in Familien mit kleinen Kindern. Im Unterrichtsgegenstand Praxisseminar sprechen wir regelmõ¯ig ³ber unsere Erfahrungen im Praktikum. Wir durften in diesem Schuljahr eines unserer Praktika am BBI absolvieren, viele Menschen kennen lernen und wertvolle Erfahrungen machen. Information ³ber unsere Schule: Die dreijõhrige Fachschule f³r Sozialberufe ist eine vorbereitende Ausbildung f³r verschiedene Sozial- und Pflegeberufe, die ein h÷heres Lebensalter und eine gr÷¯ere Reife voraussetzen. Die Schule bietet eine Einf³hrung in soziale und pflegerische Ausbildungen und Tõtigkeiten. Sie ist eine Orientierungshilfe und trõgt bei zur Klõrung der pers÷nlichen Begabungen und Eignungen f³r eine weitere Sozialberufsausbildung. Sie vermittelt aber keinen ausdr³cklichen Berufsabschluss (mit Ausnahme der Berechtigung zur/zum Ordinationsgehilfin/en), da es im Sozial- und Pflegebereich f³r Jugendliche dieses Alters keine Berufsqualifikationen gibt. %%%Ausbildungsschwerpunkte der Fachschule f³r Sozialberufe: Ergõnzung der Allgemeinbildung (zB in Deutsch, Englisch, Biologie, Somatologie, Wirtschaftl. Rechnen, EDV, etc.) Psychologisch-põdagogische Unterrichtsgegenstõnde Einf³hrung in Sozialarbeit, Familien-, Alten- und Behindertenhilfe Einf³hrung in Sõuglings-, Kranken- und Altenpflege sowie in die richtige Ernõhrung Musisch-kreative Unterrichtsgegenstõnde (zB Musikalisch- rhythmische und Bildnerische Erziehung, Animation) Familien- und Sozialpraktikum Es kann die berufliche Berechtigung zur/zum Ordinationsgehilfin/en erworben werden M÷glichkeit zur Ausbildung und Pr³fung zum Europõischen Computerf³hrerschein (ECDL) Pers÷nliche Erfahrungen von Viktoria (16), Manuela (16), Cornelia (17), Stephanie (17) und Franziska (18): Am ersten Praktikumstag wurden wir von Herrn Direktor Haslinger freundlich begr³¯t. Herr Direktor Haslinger zeigte uns das Haus und brachte uns in unsere Klassen. So erleichterte er uns den Einstieg ins Praktikum. Unser Praktikum haben wir bei Frau Doris Lang, Frau Daniela Wimmer und ihren Sch³lern absolviert. Wir waren gespannt auf die Reaktionen der Kinder. W³rden sie uns annehmen oder ablehnen? Weiters spielte unsere Angst vor pers÷nlichem Versagen eine wichtige Rolle. Frau Wimmer lie¯ uns Zeit die Kinder zu beobachten und erzõhlte uns von den unterschiedlichen Verhaltensweisen der Kinder. Die gute Zusammenarbeit mit Frau Lang und Frau Wimmer schõtzten wir sehr. Sie beantworteten jederzeit alle unsere Fragen ausf³hrlich. Frau Lang hat uns viele aktuelle Situationen erklõrt. Wir hatten Respekt voreinander und waren deshalb immer bereit f³r ein offenes Gesprõch. Die Beziehung zu den Sch³lern hat sich in der Praxiszeit sehr gut entwickelt. Sie haben uns akzeptiert und angenommen. Jede Sch³lerin hat eine andere Beziehung zu ihnen aufgebaut. Der allgemeine Umgang mit behinderten Kindern, das Unterst³tzen beim Essen, Trinken und Wickeln zõhlen zu den Erfahrungen, die wir gesammelt haben. Einiges ist uns zumindest anfõnglich schwer gefallen. Interessant war auch, einen Einblick in so manche Therapie zu bekommen. Das Praktikum war eine positive Erweiterung unserer Erfahrungen. Danke, wir haben am BBI nicht nur viel gelernt, sondern auch viel Spa¯ gehabt. Eines unserer lustigsten, sch÷nsten und ber³hrendsten Ereignisse war das gemeinsame Weihnachtsfest. Pers÷nliche Erfahrungen von Janina (18 Jahre), Daniela (17) und Ludmila (17): Wir absolvierten unser Praktikum in der B³rstenmacherei bei Herrn Josef Ujvari. Unser wichtigster Wunsch war es, von der Gruppe akzeptiert und aufgenommen zu werden! Wir wollten Vertrauen aufbauen und genauso gewinnen. Nat³rlich mussten wir auch anfõngliche Zweifel und Unsicherheiten abbauen. Zu Beginn hatten wir auch einige, wie sich spõter herausstellte, unn÷tige Bef³rchtungen. Wir hatten Angst vor Ablehnung oder dass wir uns nicht richtig wohl f³hlen w³rden. Das Klima in der Gruppe war sehr angenehm. Alle Sch³ler waren sehr hilfsbereit, freundlich und lustig. Sie waren aber auch verstõndnisvoll, wenn wir etwas nicht gleich wussten, und konnten so auch oft uns helfen. Da wir gut in die Gruppe aufgenommen wurden, freuten wir uns jedes Mal auf unsere Praktikumsstunden. Die Zusammenarbeit mit unserem Betreuer war zu unserer vollsten Zufriedenheit. Herr Ujvari erklõrte uns alles sehr genau, wir f³hlten uns auch gut von ihm verstanden, wenn etwas nicht gleich klappte. Auf die Entwicklung unserer Selbststõndigkeit wurde sehr viel Wert gelegt. Herr Ujvari nahm sich gen³gend Zeit f³r uns. Wir hatten guten Kontakt zu den Sch³lern und besserten gegenseitig Fehler aus. Von beiden Seiten kam viel Verstõndnis. Wir haben unsere Sch³ler ins Herz geschlossen. Wir lernten nicht nur K÷rbe flechten und B³rsten machen, sondern auch, was wir tun k÷nnen oder m³ssen, wenn es jemandem einmal nicht so gut geht. Wir w³rden dieses Praktikum jederzeit wiederholen und k÷nnen es nur wõrmstens weiterempfehlen. Unser pers÷nlicher Erfolg war es, blinden Menschen etwas beschreiben oder erklõren zu k÷nnen, so dass sie es auch gut verstehen k÷nnen. Wir bedanken uns f³r diese sch÷ne Praktikumszeit. Pers÷nliche Erfahrungen von Katharina (16 Jahre) und Nicole (17): Wir waren ab Weihnachten Praktikantinnen der Korbflechterei. Anfangs neugierig und unerfahren begannen wir unser Praktikum. Ganze 12 Stunden pro Woche konnten wir am Unterricht und am Leben der Lehrlinge teilhaben. Die Deutschlehrerin, Frau OStR Hampel, gliederte uns in den Stundenablauf ein, sodass wir auch eigene Ideen einbringen konnten. Im f³r uns ungewohnten Religionsunterricht machten wir stets neue Erfahrungen. Doch die meiste Zeit verbrachten wir nat³rlich in der Korbflechterei, wo wir gemeinsam mit den Lehrlingen arbeiteten. Fehler ausbessern, aufmuntern und Spa¯ haben standen auf der Tagesordnung. Wir wurden von unserem Betreuer, Herrn Martin Dobernig, immer unterst³tzt. Wir konnten uns auf jeden verlassen und arbeiteten gerne in der Korbflechterei. Die Unsicherheit vom ersten Tag verschwand ziemlich schnell. Im Winter unterst³tzten wir die Jugendlichen am Eislaufplatz und im Fr³hling halfen wir am Tag der offenen T³r mit. Ein gro¯es Lob und unseren Dank wollten wir auf jeden Fall den Mitarbeitern der K³che aussprechen. Wir wurden jedes Mal freundlich behandelt und das Essen war ausgezeichnet. Auf diesem Weg noch ein herzliches Dankesch÷n an Herrn Direktor Haslinger, die Lehrlinge, an unseren Betreuer und an alle Lehrkrõfte, die uns anleiteten. Pers÷nliche Erfahrungen von Marianne (16 Jahre) Ich durfte das Praktikum bei Frau Gebauer, der Lehrerin der S3, absolvieren. Die Sch³ler in dieser Klasse sind Thomas, Dejan, Kristijan und Daniela. Frau Gebauer hatte immer ein offenes Ohr f³r meine vielen Fragen. Sie versuchte stets, die Antwort so ausf³hrlich wie m÷glich zu geben, da dies mein erstes Praktikum dieser Art war. Ich bin ihr sehr dankbar daf³r. Die Kinder brachten mir von Anfang an viel Vertrauen entgegen. Dadurch war es f³r mich m÷glich, einzigartige Freundschaften zu schlie¯en. Durch die verschiedenen Beeintrõchtigungen war es notwendig, auf jedes Kind anders einzugehen, was mir allerdings nicht sehr schwer fiel. Ich denke, dass ich durch dieses Praktikum mit meinen Mitmenschen im Alltag sensibler umgehe. Abschlie¯end m÷chte ich dem gesamten BBI, speziell aber den Sch³lern der S3 und Frau Gebauer "Dankesch÷n" sagen. %%%Projekt der ASO/OST f³r den katholischen Religionsunterricht - "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt" Unter diesem Motto wandte sich unser Erzbischof, Christoph Kardinal Sch÷nborn, in einem Brief an alle jugendlichen Freunde mit der Bitte, mit ihnen gemeinsam "an vielen Orten der Kirche die Ber³hrung mit der Not zu wagen", und "hinauszutreten in das Dunkel". In der Nacht von Bukarest, wo der Erzbischof durch Pater Sporschill den Stra¯enkindern begegnete, dachte er an den rabbinischen Weisheitssatz: "Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt" und machte ihn zum Titel seines Aufrufs. Der Kardinal wendet sich an uns. "Jedem von Euch m÷chte ich sagen, du kannst ein Leben retten: Mit einem aufmerksamen Blick, mit einem Wort des Verstõndnisses, mit einem mutigen Einsatz, vielleicht auch mit einer Idee, die du an mich weitergibst. Ich frage Dich: Wem m³ssen wir helfen? Wo siehst Du Deine Aufgabe? Bitte schreib mir, welche Ideen Du hast und wonach Du pers÷nlich suchst." Mit gro¯en Erwartungen segnet Euch Christoph Kardinal Sch÷nborn Diesen Aufruf nahmen die Sch³ler der ASO und OST, die gemeinsam den katholischen Religionsunterricht besuchen, ernst und antworteten mit einem Projekt, das wir hier vorstellen wollen. Es begann so: Erst einmal ³berlegte jeder, wer in seinem Umkreis eigentlich Hilfe braucht, wem man helfen k÷nnte und was da zu tun sei. Dann teilte jeder seine Gedanken, auch wem er wie zu helfen bereit sei, im gro¯en Kreis mit. Die Sch³ler fassten konkrete Vorsõtze: Einerseits beschlossen sie f³r verschiedene Gruppen von Menschen, die bed³rftig sind und f³r deren Anliegen zu beten: ganz besonders f³r Behinderte, f³r Schwerkranke, alte Menschen und auch f³r Babys. Dann fanden sie es gut, auch alte Dinge, wie Spielzeug, Kleider zu sammeln und armen Kindern weiterzugeben oder etwas vom Taschengeld zu sparen und zu teilen oder S³¯igkeiten herzugeben. Einige entschieden sich f³r einen Fastenw³rfel. All diese Dinge sollen Armen, besonders den armen Kindern zu Gute kommen. Manchmal geht es einfach auch darum, anderen Hilfestellungen zu leisten oder jemanden zu besuchen. Wir einigten uns dar³ber, diese Vorsõtze alle zwei Wochen in Erinnerung zu rufen, wo jeder seine Gebetsanliegen (still oder ausgesprochen) in den gro¯en Kreis bringen und eventuell auch etwas geben konnte. Ein nõchster Schritt war dann der Besuch bei den Missionarinnen der Nõchstenliebe, der f³r alle sehr bereichernd war. Hier ging es darum, Leben und Arbeit der Schwestern kennen zu lernen, die sich der -rmsten der Armen hier in unserer Stadt annehmen. Die Sch³ler kamen mit Geschenken in Form von Essbarem an: Milch, Brot, Obst, S³¯igkeiten. Mehrere Gaben f³r Kinder waren schon vorher dort eingetroffen und hatten viel Freude bereitet. Die Sch³ler zeigten sich sehr interessiert an allem, was die Schwestern tun, um Armut zu lindern und armen Menschen beizustehen. Sie besuchten die Suppenk³che und den Speisesaal und zum Schluss auch die Wohnung der alleinstehenden Frauen und M³tter in Not, die sich ganz ger³hrt ³ber den lieben Besuch zeigten. Dann sangen wir gemeinsam mit der Schwester Oberin f³r die Frauen und Kinder ein serbokroatisches Marienlied, es war f³r alle ein bewegender Abschied. Die Bitte an andere, sich an diesem Projekt zu beteiligen, brachte eine F³lle von Materialspenden ein. Mehrere Taschen voller Kleider, Schuhe f³r Erwachsene und Kinder konnten den Schwestern zur Weitergabe ³berbracht werden. Dank an alle Beteiligten! Gerda Mathews %%%Miteinander Spiel und Spa¯ im Mõrchenpark Knapp vor Ende des Schuljahres 2000/2001 wurde den Sch³lern von der 1. VS bis zur 1. HS ein besonderes Erlebnis erm÷glicht. Dank der gro¯z³gigen Spende der "Wienstrom Donaustadt", die dem Haus gratis einen Autobus zur Verf³gung stellten, durften unsere "kleinen" Sch³ler sich einen Tag bei kostenlosem Eintritt und Mittagessen im Mõr- chen- und Freitzeitpark in St. Margarethen vergn³gen. Meiner Beobachtung nach erfreuten der Froschteich, die Schweinchenbahn, der Lastwagenkonvoi, die Drachenmonorailbahn, der Filippo-Tower, das Ballonkarussell und der NauticJet ganz besonders die Kinderherzen. Die Begleitpersonen mussten Ausdauer und gute Kondition ihren Sch³tzlingen beweisen, denn viele Mechanismen wurden nur durch stõndige Muskelkraft in Bewegung gesetzt. Jeder, jung und alt, kam auf unterschiedliche Weise zu seinem "Vergn³gen". Nach einer lustigen Heimfahrt endete der freudige Tag um 16 Uhr bei der Schule. F³r den harmonischen Ablauf dieses Lehrausganges, geprõgt durch hervorragende Teamarbeit, bedanke ich mich im Namen der Kinder. Besonderer Dank gilt allen beteiligten Lehrern, Erziehern, M³ttern und Omis. Christa Emich %%%Ein ganzer Tag im Mõrchenpark Jedes Jahr d³rfen wir uns einen sch÷nen Ausflug w³nschen. Herr Krono- wetter von den Stadtwerken stellt uns f³r diesen Ausflug einen Bus mit Schoff÷r zur Verf³gung. Dieses Jahr wõhlten wir den Mõrchenpark in St. Margarethen im Burgenland als Ziel. Am 7. 6. 2001 um 8 Uhr ging es los. Der Bus war voll mit Kindern und wir hatten schon wõhrend der Fahrt viel Spa¯. Nach einer Stunde kamen wir an. Neugierig schwõrmten wir in alle Richtungen aus. Es gab viele Bahnen, die man ausprobieren konnte. Manches war gratis, manches musste man bezahlen. Bei manchen Bahnen musste man selber krõftig treten oder kurbeln, um sich fortbewegen zu k÷nnen. Wir kamen sehr ins Schwitzen und wurden dabei m³de. Das fliegende Boot war sehr aufregend. Man wird in einem Boot steil hinaufgezogen, saust dann hinunter, fliegt ³bers Wasser und klatscht auf. F³r dieses Abenteuer brauchte man Mut. Trotzdem wagten es manche dreimal zu fliegen. Danach waren einige von uns nass. Einige Gruppen gingen auch zum Streichelzoo. Spannend war f³r uns der Hirsch. Einen lebenden Hirsch hatten wir noch nie angegriffen. Zu unserem Erstaunen f³hlte sich das Geweih warm und flauschig an. Es gab noch viele Attraktionen, die wir hier gar nicht aufzõhlen k÷nnen. Doch drei wollen wir noch erwõhnen: den Echobrunnen, der alles nachplapperte, was man hineinrief; die Kugel, in der man sitzend gedreht wurde, wobei man manchmal am Kopf stand; das Luftballonkarussell, wo man immer h÷her schwebte. Nach vielen Erlebnissen fuhren wir gegen drei Uhr wieder nach Wien zur³ck. Wir danken Herrn Kronowetter sehr herzlich. Wir freuen uns schon wieder auf den nõchsten Ausflug. 1. HS: Milena Budak, Yasemin Acur, Ornella Kajdy, Sibel Cam %%%Eindr³cke der 5. ASO J³rgen: "Mir hat das Luftballonkarussell gefallen, wie es so wild gefahren ist." Dominik: "Der 'Schweineritt' war f³r mich am lustigsten, wie die Schweine so oft gegrunzt haben." Marija: "Die Mõrchenbahn war f³r mich am coolsten, wie sie heftig in die Kurven gefahren ist und die Musik war dort sch÷n." Dragan: "Das Bootfahren war f³r mich am tollsten, obwohl ich ein wenig Angst hatte." Daniela: "Mir hat am besten das Streicheln der Ponys gefallen, die waren so lieb." %%%1. VS - Ein ganzer Tag im Mõrchenwald "Mir hat alles gut gefallen. Die Drachenbahn war besonders sch÷n, weil sie in der Luft fõhrt." (Sami) "Bei der Drachenbahn habe ich voll getreten, dann ist sie in die Kurve gesaust ... und dann sind wir zusammengesto¯en mit dem vorderen Wagen!" (Barbara) "Die Sessel, die man mit dem Seil hochziehen kann, waren lustig. Zuerst habe ich mich nicht ganz hinauf getraut, aber dann mit Herrn Kronowetter schon." (Christopher) "Ich bin besonders gern mit dem Boot gefahren. Das wird zuerst hinauf gezogen, saust dann schnell hinunter, fliegt durch die Luft, bevor es, platsch, am Wasser landet." (Gerhard) "Im Mõrchenpark gab es ein Wohnzimmer mit zwei Bauersleuten, einer Katze und einer Kuh. Die Bauersleute zankten sich - da verlie¯ sie die Kuh." (Gerhard) "Der Echobrunnen war sehr lustig - wir riefen hinein und der Brunnen rief gleich zur³ck." (1. VS) "Das Geisterhaus war sch÷n. Drinnen war es finster. Gerhard und Sami gingen ganz allein hinein und erschreckten die Kinder." (Gerhard) "Ich bin auch mit einem Schiff ins Wasser gesaust." (Barbara) "Ein paar Mal sind wir mit dem Ballon geflogen - am sch÷nsten dran war, als wir in der Luft waren." (Barbara) "Viele Male fuhren wir mit den Lastautos. Bei der Abfahrt tuteten sie immer - dann ging es los! Sie fuhren unter einem gro¯en Schirm, wo Pilze standen - das Schwammerlhaus." (Christopher) "Ich sa¯ in einem Sessel, der flog wie ein Vogel in der Luft." (Barbara) "Mir gefiel der ganze Tag super gut." (Denise) "Beim Kletterger³st bin ich dreimal gerutscht." (Christopher) "Bei der langen Rutsche bin ich zweimal gerutscht." (Barbara) %%%Nicht nur "Nehmer", auch "Geber" sind wir Schon im Schuljahr 1999/2000 startete unsere Schule nach Kontakten mit einer Blindenschule in Istanbul das Projekt "Minsk". Kinder aus Blindenschulen in Wei¯russland waren unsere Gõste; B³cher, Bõlle, Spiele, usw. wurden von unseren Sch³lern den Kindern aus der Heimat des Ungl³cksreaktors von Tschernobyl ³bergeben. Briefkontakte ³ber ein ganzes Jahr lie¯en die Verbindung nicht abrei¯en und heuer haben wir wieder eine Gruppe zu Gast in unserer Schule. Gemeinsamer Unterricht in den Klassen und eine Reihe von Unternehmungen (Lehrausgõnge, Radtour, usw.) lassen neue Kontakte entstehen und Verstõndnis f³r andere Kulturen entwickeln. Nach einem sehr anschaulichen Vortrag ³ber das Leben der Turkana- Kinder in Kenia wurde auch hier der Entschluss zu einem Hilfsprojekt gestartet. Briefe wurden an die Kinder verschickt und zum Schulschluss k÷nnen wir einen gro¯en Wunsch erf³llen, ein "Perkins-Brailler" wird seinen Weg nach Afrika nehmen. Wenn nõhere Informationen vorliegen, werden wir nach unseren M÷glichkeiten auch ein Projekt im Kosovo unterst³tzen. Vielleicht k÷nnen wir auch hier mit unseren bescheidenen Mitteln blinden Kindern, Menschen in tiefer Not, zur Seite stehen. Es muss an dieser Stelle unseren Sch³lerInnen und einigen Kollegen f³r ihren Einsatz gedankt werden. Ich glaube, das Motto "Wer anderen hilft, dem wird geholfen" ist Ansto¯, den beschrittenen Weg mit Projekten f³r blinde Kinder in Not weiter zu verfolgen. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Unsere Schulpartnerschaften Ein Themenbereich im Geographieunterricht in der 4. HS und 1. HAS war im heurigen Schuljahr die "Dritte Welt". Mit H÷rkassetten, Filmen, B³chern und Vortrõgen in unserer Schule drangen wir in dieses Thema ein. Wir hatten zwei Vortrõge an der Schule. Einer beschõftigte sich mit der Problematik der indigenen V÷lker in S³damerika, den Ticuna Indianern. Es ging der Referentin mit vielen mitgebrachten Anschauungsmaterialien vor allem darum aufzuzeigen, wie wichtig Schulbildung zur Erhaltung der eigenen Identitõt eines Volkes ist. Neu f³r uns und besonders lehrreich war der Vortrag von Schwester Kainz, die 30 Jahre in Kenia bei den Turkana Nomaden lebte. Sie konnte eine besonders lebendige Vorstellung ³ber Leben und Gebrõuche dieser Volksgruppe in uns erzeugen. Bald hatten die Sch³ler die Idee zu helfen. Nun wurde gesammelt, auch die Berufsbildung half mit. Dadurch kann unsere neue Partnerschule in Kenia gro¯z³gig unterst³tzt werden, ebenso das Projekt "Schulen f³r Indianerkinder in S³damerika". Unsere Freunde aus Minsk, die uns wieder besuchen, k÷nnen auch mit unserer Hilfe rechnen. Die Projektpartner haben mit den Menschen in diesen Lõndern direkten Kontakt und jede Hilfe kommt gezielt an. Die Direktion hat alle unsere Unternehmungen gro¯z³gig unterst³tzt, daf³r danke ich im Namen der Sch³ler. Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit unseren neuen Freunden. Menschen aus verschiedensten Kulturkreisen kennen zu lernen ist etwas sehr Spannendes. Prof. Felicitas Dornstauner-Eckmann %%%"Summ, summ, summ" - ein Imker besucht das BBI Durch die dankenswerte Vermittlung der Obfrau unseres Elternvereins, Frau Hariri, und der schulinternen Organisation durch Kollegin T÷mb÷l besuchte Herr Matzinger, ein Imker der besonderen Art, am 30. Mai 2001 das Institut. Herr Matzinger betreibt die Honigproduktion auf eine sehr behutsame Weise. Er betrachtet, laut eigener Definition, seine Bienen nicht als "Honigfabrik", sondern gewisserma¯en als Freunde. Aus dieser sensiblen Haltung heraus war er auch der Lehrmeister f³r die besonderen Bed³rfnisse unserer Sch³ler. Der Imker aus Leidenschaft f³hrte zahlreiche Schaust³cke mit sich, die er mehreren Klassen einen Vormittag lang auf einf³hlsame und gleicherma¯en anschauliche Art prõsentierte. Zu unserer gro¯en Freude erklõrte sich Herr Matzinger spontan bereit, wieder an die Schule zu kommen und weitere Sch³ler aus erster Hand zu informieren bzw. aufbauend auf diesen ersten Besuch bei uns die Thematik noch zu erweitern. Wir w³nschen ihm weiterhin viel Freude an seiner Tõtigkeit und uns, dass er noch oft den Weg an unser Institut findet! Sabine T÷mb÷l %%%Projekt EURO 1. Handelsschule Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wittelsbachstr. 5 1020 Wien Herrn Direktor Franz Haslinger Im Haus 27. 03. 01 Euroinformationsblatt Sehr geehrter Herr Direktor Haslinger! Im Unterrichtsgegenstand "Betriebswirtschaftliche _bungen" hat unsere Arbeitsgruppe ein Informationsblatt ³ber den Euro erstellt. Dieses soll allen Sch³ler(innen) und Mitarbeitern des BBI als Hilfe zur Euroumstellung dienen. Wenn es Ihnen recht ist, k÷nnten wir das Blatt im Haus verteilen. Es steht Ihnen auch im Laufwerk (F:\Info\) zur Verf³gung. Mit freundlichen Gr³¯en 1. Handelsschule Am 1.1.1999. trat die europõische Einheitswõhrung, der Euro als Buchgeld in unser Leben. Zunõchst nur als Buchgeld, seit den kann man Bankkonten in Euro er÷ffnen bzw. Schillingbanknoten auf Euro umstellen, man kann _berweisungen in Euro durchf³hren und Schecks in Euro ausstellen. Weit aus schwieriger wird in allen betroffen Euro Lõndern die Einf³hrung des Euro als Bargeld fallen. Stichtag daf³r ist der 1. Jõnner 2002. Drei Monate lõuft der Euro noch parallel mit der bisherigen Wõhrung. Der Grund f³r diese _bergangsphase liegt darin, dass der Druck fõlschungssicherer Euro - Banknoten eine Vorlaufzeit ben÷tigen. WELCHE FRAGEN STELLEN SIE SICH? Warum wird der EURO eingef³hrt? Alle Lõnder die zur Europõischen Einheit geh÷ren, sollen die selbe Einheit haben, damit keine Probleme mit Geldwechsel hat. Wie viel ist ein EURO wert? 1 Euro = 13,7603 Schilling Wie viel kostet dann zirka eine Juniort³te bei Mac Donalds? 49 Schilling das sind 3,56 Euro Ein gro¯es äProblem" wird auch das Trinkgeld sein! Gebe ich zu viel? Es wird besonders f³r õltere Personen schwer werden, da Sie sich schon so an den Schilling gew÷hnt haben. Es kann dann sein, dass man dann viel zu viel hergibt und man ein kleines Verm÷gen ausgibt f³r eine Melange z.B. %%%Internationaler Schreibwettbewerb in Chemnitz Am Sonntag, dem 10. Juni 2001 fuhren wir mit dem Zug nach Chemnitz zum internationalen Schreibwettbewerb, an dem Sch³ler aus der Schweiz, Deutschland und Ísterreich teilnahmen. Obwohl wir erst spõt ankamen, wurden wir freundlich mit einem Abendessen empfangen. Danach bezogen wir unsere Zimmer. Das Gelõnde besteht aus ca. 67 Hõusern. Diese Einrichtung liegt eher au¯erhalb der Stadt. Am Montag nach dem Fr³hst³ck fand die Er÷ffnung statt. Jeder Teilnehmer bekam eine Teilnehmerliste. Anschlie¯end konnten wir die Ausbildungsm÷glichkeiten der Sch³ler aus Chemnitz besichtigen, zB Fachkraft f³r Textverarbeitung, die Hauswirtschaftsschule oder die Ausbildung zum Masseur oder Physiotherapeuten. Nach einer kleinen Jause wurden uns die Computer gezeigt, auf denen wir schreiben mussten. Nach dem Mittagessen gab es die M÷glichkeit an einer Stadtf³hrung teilzunehmen. Im Zweiten Weltkrieg ist 90 % der Stadt zerst÷rt worden. Deshalb gibt es heute noch viele Plattenbauten, die damals gebaut wurden. Am Dienstag unternahmen wir einen Tagesausflug nach Leipzig. Wir besuchten den Fernsehsender MDR. Das Gelõnde des Mitteldeutschen Rundfunks war fr³her der gr÷¯te Schlachthof Europas. Der F³hrer zeigte uns ein Nachrichtenstudio. Die Kameras werden heute meist von einem Computer aus bedient. Wir durften uns auch den Platz eines Moderators anschauen. Zum Schluss gingen wir noch in die Redaktion, wo die Sendungen vorbereitet werden. Nach der F³hrung fuhren wir in die Innenstadt. Dort hatten wir Freizeit. Am Mittwoch begannen die Bewerbe. Die erste Disziplin war die _bertragung eines mit Steno gek³rzten Textes in die normale Vollschrift. Der zweite Bewerb war 10 Minuten Ansage oder Abschrift. Die meisten aus unserer Klasse wõhlten die Ansage. Diese zwei Bewerbe fanden am Mittwoch statt. Am Nachmittag machten wir einen Ausflug zur Augustusburg. Dort gab es eine Greifvogelshow. Es wurde gezeigt, wie die Tiere auf die Jagd vorbereitet werden. Wir durften auch einen Uhu streicheln. Spõter konnten wir uns das Schloss ansehen und dann ging es noch in das Motorradmuseum. Am Abend gingen die Wiener mit den Schweizern noch zum Bowling. Wir mischten die beiden Gruppen und schoben auf drei Bahnen. Am Donnerstag fand der letzte Bewerb statt. Wir bekamen Diktate mit 40, 60 und 80 Silben. Anschlie¯end war Freizeit. Am Nachmittag fuhren wir zur M³hle. Das ist ein historisches Gasthaus. Wir hatten dort unsere "Siegerehrung". Canan erreichte bei der _bertragung von Steno in Vollschrift den ersten Platz und Anja den zweiten. Jeder von uns bekam eine Urkunde f³r die erfolgreiche Teilnahme. Zum Abschluss ging unsere Klasse noch in eine Disco. Am Freitag fuhren wir wieder mit dem Zug nach Wien. Unsere Begleiter waren Herr Schmid und Frau Plutsch. - Diese Woche war f³r uns sehr interessant. Ursula Raunig, Roberta Ebert 1. HAS $$$Spezialbeitrõge %%%Aufbruch ins Neuland Wendezeit Am 1. Jõnner 2001 begann nach unserer Zeitrechnung ein neues Jahrtausend. _berall ist Verõnderung, Umbruch und Neuorientierung allgegenwõrtig. Neue Hoffnungen und auch neue -ngste lodern auf, verglimmen und werden wiederum entfacht. Wir bewegen uns nicht mehr im Rhythmus der Natur, sondern im Gigahertztakt der Informations- technologie. Ein neuer Typ Mensch scheint gefragt: mobil, ungebunden, anpassungsfõhig, entscheidungsfreudig, teamfõhig, ... Die Liste an gew³nschten Eigenschaften lie¯e sich beliebig fortsetzen. Und dann gibt es da noch etwas. Etwas, das in unserer sch÷nen neuen Welt schon anachronistisch erscheint. Etwas, das nicht in dieses makellose Konzept passt. Etwas, das Raum, das Zeit, das Regelmõ¯igkeit und das Stabilitõt einfordert, etwas, das eben nat³rlichen Gesetzen folgt. Es ist genau jenes, das heutzutage nur mehr schwer mit unserem Tun und Denken vereinbar ist: das Unfertige, das Fehlerbehaftete, das nach Entwicklung Ringende - kurz: das besondere Zuwendung Fordernde. Szenenwechsel Schuljahr 2000/2001. Am Blindeninstitut beginnt eine neue -ra. Die Wellen des Umbruchs branden auch an unsere T³ren. Der Takt der Informationstechnologie wird auch in unserer Bildungseinrichtung immer schneller. Er bewegt sich zwar noch nicht im Gigahertzbereich, aber doch schon im h÷heren Megahertzbereich. Neue Hoffnungen und neue -ngste ringen auch in unseren Reihen. Auch die Rhythmen haben sich geõndert. Und doch: Es ist da etwas anderes. Nicht das Bildungsbekenntnis zu Selbstbewusstheit, zu Eigenstõndigkeit, zu Anpassungsfõhigkeit, zu Mobilitõt, zu Entscheidungsfreudigkeit, zu Teamfõhigkeit,... - denn die F÷rderung dieser Eigenschaften waren schon immer zentrale Forderung und Anliegen der Sehgeschõdigtenpõdagogik. Es ist ein Etwas, das dem Unfertigen, dem Fehlerbehafteten, dem nach Entwicklung Ringenden wieder Raum, wieder Zeit, wieder Regelmõ¯igkeit und wieder Stabilitõt, eben die notwendige besondere Zuwendung gibt. Neuland Am 4. September 2000 beginnt f³r 6 Sch³ler der 1. Handelsschulklasse ein neuer Lebensabschnitt (ein Quereinstieg erfolgt zwei Monate spõter). Es ist f³r alle Beteiligten ein Aufbruch ins Neuland - verbunden zunõchst mit viel Unsicherheit, getragen von vielen Erwartungen, gestõrkt durch die _berzeugung, den Sch³lern eine auf ihre Bed³rfnisse zugeschnittene bestm÷gliche Berufsausbildung zum B³rokaufmann anbieten zu k÷nnen. So besuchten 5 junge Damen und 2 junge Herren mit der Erwartung, dass auf ihre besonderen Bed³rfnisse eingegangen und gegen³ber ihrem jugendlichen Animo Nachsicht gezeigt wird, den ersten Lehrgang der Handelsschule am BBI. Nun, der erste Punkt ist ja unsere Aufgabe. Was aber den jugendlichen Animo betrifft, jeder von uns war einmal jung, so konnte diesem allerdings nur insoweit Rechnung getragen werden, als gesichert war, dass auch die f³r jedes pers÷nliche Weiterkommen notwendige Leistung erbracht wurde. Unsere Intention als Lehrer war eine von einer engen Zusammenarbeit und von gegenseitiger Unterst³tzung getragenen Unterrichtsarbeit. Dies war umso wichtiger, als die Einrichtung und die Weiterentwicklung der Handelsschule in enger Kooperation mit den Kollegen aus der Handelsakademie und -schule in der Ungargasse erfolgte bzw. erfolgt. Der Unterrichtsraum ist den heutigen Bed³rfnissen entsprechend ausgestattet: PC-Einzelarbeitsplõtze spezifische Sehgeschõdigtenausstattung wie Braille-Display und - software, Bildschirmvergr÷¯erungssoftware sowie systeminte- griertem Lesegerõt Anbindung jedes Arbeitsplatzes an das interne Hausnetz mit seinen Informations- und Systemressourcen Anbindung jedes PCs an das Internet eigene E-Mail-Adresse f³r jeden Sch³ler Unterrichtstechnisch wird daher fast ausschlie¯lich am PC gearbeitet. Allerdings wird dort, wo es aufgrund der Sehschõdigung oder themenspezifisch angezeigt ist, auf bewõhrte Methoden zur³ckgegriffen. Unterrichtsarbeit am Beispiel Wirtschaftsinformatik Wirtschaftsinformatik wird in zwei Wochenstunden unterrichtet. Zielsetzung der ersten Klasse ist es, das Handling mit der Hard- und Software zu vertiefen, um damit die Basis f³r die Unterrichtsarbeit in den anderen Fõchern zu schaffen. Weiters ist gro¯er Wert auf die Datensicherung zu legen. Strategien zu eigenstõndigen Probleml÷sungen sollen erlernt und in den tõglichen Umgang mit dem PC einflie¯en. Au¯erdem ist die Fõhigkeit zu entwickeln, sich rasch und gezielt Informationen aus den verschiedensten Quellen zu suchen, zu bewerten, zu archivieren und letztlich in einer angemessenen Form zu prõsentieren. Unabdingbar f³r jeden Sehgeschõdigten war und ist zunõchst die vertiefte Erarbeitung der Struktur seines Arbeitsplatzes. Daher wurde mit der Erkundung rõumlicher Strukturen begonnen: die rõumliche Gliederung des Unterrichtsraumes die Struktur des Arbeitsplatzes die Gerõte und deren Besonderheiten das Zusammenspiel der Komponenten des PC-Systems, die Einbettung ins Netzwerk und der Netzzugang (das Login). Den nõchsten Schwerpunkt bildeten die Grundfunktionen des Betriebssystems: sein logischer Aufbau seine hierarchische Strukturierung die Objekte und Objektelemente das Organisieren und Manipulieren von Dateien und Ordnern mit Hilfe des Windows-Explorers die Unterschiede zwischen den verschiedenen Dateitypen und ihre Besonderheiten die Dateisuche die Zuweisung von Shortcuts die Erstellung von Links die Datensicherung Einen gro¯en Schwerpunkt bildete das Internet mit seinen grundlegenden M÷glichkeiten wie das Versenden und Empfangen von E-Mails, die Informationssuche mit einer Suchmaschine und das Benutzen des Elektronischen Telefonbuches. So gab es durch unterschiedlichste Aufgabenstellungen eine stõndige Herausforderung der Selbsttõtigkeit, der Geduld, der Bereitschaft Probleme wahrzunehmen, sie zu durchleuchten, L÷sungsansõtze durchzuspielen und sie einem erfolgreichen Abschluss zuzuf³hren. Es waren Durchhalteverm÷gen, Bereitschaft zur stõndigen Wiederholung und _bung des Gelernten notwendig. Selbstredend, dass dies nur zum Erfolg f³hrt, wenn die Fõhigkeit zur selbststõndigen Arbeit gepaart mit Teamgeist im Sinne gegenseitiger Unterst³tzung die Balance halten - alles Eigenschaften, die f³r einen Sehgeschõdigten unabdingbare Voraussetzungen f³r die pers÷nliche Lebensbewõltigung wie f³r das Berufsleben darstellen. So sind im Laufe des Jahres viele Tasten gedr³ckt, viele Geduldsproben bestanden, so manches liebevolle Kompliment in Richtung des Computers geschleudert und doch sehr vieles in die tõgliche Routine integriert worden. F³r alle Beteiligten war es insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Das macht Mut. Neue Herausforderungen Der Beginn ist geschafft. So manches ist schon erkundet und integriert worden. Die Herausforderung bleibt. Denn die nõchste erste Handelsschulklasse steht bereits in den Startl÷chern. Sie wird es schon ein bisschen leichter haben. Und das zweite Jahr steht unmittelbar vor der T³r. Prof. Friedrich Kieteubl %%%Massageausbildung zum/zur Heil- und gewerblichen Masseur/in im BBI Wien Ein idealer Beruf f³r Sehbehinderte und Blinde, wo das F³hlen und Sp³ren mit den Hõnden besonders wichtig ist! Ein/e MasseurIn muss in erster Linie den K÷rper kennen, f³hlen, wo Ver- spannungen liegen, um sie dann gezielt mit Massage zu behandeln. Seit 1997 werden im BBI engagierte, stark Sehbehinderte und Blinde zu den Berufen Heil- und gewerblicher Masseur ausgebildet; und zwar im Rahmen der beruflichen Integration von AMS, BSA und AK. In Sitzungen und Verhandlungen mit den Ausbildungstrõgern BFI und WIFI, dem AMS der AK, dem BBI und der WK (Landesinnung der Mas- seurInnen) wurde neben den organisatorischen Strukturen ein behin- dertengerechter Ausbildungsplan erarbeitet. Das Ziel: eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Berufsintegration gemõ¯ den geltenden Ausbildungs- und Integrationsrichtlinien und vor allem den Teilnehmern eine optimale Ausbildung zu gewõhren. Nat³rlich geh÷rt auch die richtige Einstellung dazu, Masseur werden zu wollen: das Bed³rfnis mit und an Menschen tõtig zu sein keine Scheu zu haben, an einem K÷rper zu arbeiten bereit zu sein, viel zu lernen, denn ein Masseur muss gute Kenntnisse ³ber Anatomie, Physiologie, Pathologie und Hygiene haben. Er muss wissen, wie ein menschlicher K÷rper funktioniert und muss St÷rungen am Bewegungsapparat richtig erkennen. Auch muss er Zusammenhõnge verstehen (Physiologie, Pathologie), um in der Praxis die verschiedenen Techniken der Massage gezielt und richtig einsetzen zu k÷nnen. Ein Masseur muss auch zuh÷ren k÷nnen und Spa¯ haben, mit Menschen zu sprechen und zu arbeiten. Die Ausbildung wird vom AMS und BSA weitgehend finanziert und im BBI durchgef³hrt. Teilnehmer aus ganz Ísterreich werden von einem speziell geschulten Team von -rzten und Masseuren ausgebildet. In dem zur Zeit laufenden Kurs finanzierte der Lions Club Excelsior einer Teilnehmerin, die sonst keine M÷glichkeit gehabt hõtte, die Ausbildung. Die Ausbildung zum Heil- und gewerblichen Masseur dauert drei Semester. In einer Gruppe von maximal acht Teilnehmern (gewõhrt die Qualitõt der n÷tigen pers÷nlichen und individuellen Unterweisung in Theorie und Praxis) wird anfangs im 1. Semester die Heilmassage vermittelt und mit einer Diplompr³fung bei der Sanitõtsbeh÷rde abgeschlossen; anschlie¯end, im 2. und 3. Semester, beginnt die gewerbliche Ausbildung, die mit der Lehrabschlusspr³fung endet. Mit diesen zwei Berufen ist der gr÷¯te Teil der Massage abgedeckt, d.h. es stehen alle beruflichen M÷glichkeiten zur Auswahl, die im Bereich Massage angeboten werden, zB die Arbeit in einem Institut, Reha- Zentrum, Spital, Wellness Center, bei -rzten, in Massagebetrieben, in Bõdern usw. Nach zwei Jahren Praxis besteht die M÷glichkeit, sich im Gewerbe Massage selbststõndig zu machen. Anatomie, Physiologie und Pathologie, Erste Hilfe und Hygiene sowie theoretische Grundlagen in Thermo-, Hydro- und Balneotherapie, ebenso Grundlagen der Massagetechniken sind Basis f³r den theoretischen Ausbildungsteil. Dieser wird von einem Arzt und/oder einem Masseur vermittelt. Skripten und Unterlagen gibt es in Braille und Gro¯druck sowie auf Disketten. Skelette, plastische Modelle und Tastfolien dienen im Unterricht zur besseren Umsetzung des Lehrstoffes. Auch Wirtschaftsrechnen, Arbeits- und Sozialrecht sowie Kommunikation sind in die Ausbildung integriert. Neben den Techniken der Heil- und klassischen Massage werden weiters die Massagetechniken: Lymphdrainage, Fu¯reflexzonenmassage, Segment-, Bindegewebsmassage und Akupunktmassage in ihren Grundformen, theoretisch und praktisch, vermittelt. In der Praxis unterweisen jeweils zwei Trainer, um besonders auf den einzelnen Teilnehmer eingehen zu k÷nnen. Der Unterricht ist in seiner Form der Erwachsenenbildung õhnlich. Am Vormittag findet der Unterricht wechselweise in Theorie und Praxis statt und nachmittags ergibt sich die M÷glichkeit zum freien Lernen. Einer der Schwerpunkte der Ausbildung ist aufbauendes und verbindendes Lernen. Durch Wiederholungen, Gruppenarbeiten, dynamische Diskussionen und auch Einzelbetreuung ist der Lehrstoff leichter zu erarbeiten. Die Massageausbildung im Jahr 98/99 haben alle Teilnehmer bestanden, bei der Heilmassagepr³fung gab es f³nf Auszeichnungen und drei Absolventen schlossen mit gutem Erfolg ab; bei der Lehrabschlusspr³fung gab es sechs Zeugnisse mit gutem Erfolg und eines mit Auszeichnung (die zuvor letzte Auszeichnung bei einer Lehrabschlusspr³fung sehender Kandidaten gab es 1988). Nach Abschluss der Ausbildung werden die Teilnehmer weiter bei der Arbeitssuche und in weiterer Folge am Arbeitsplatz unterst³tzt. 90% der Teilnehmer des letzten Kurses sind bis heute als Masseure beschõftigt. Ich m÷chte mich noch auf diesem Weg f³r die gute Zusammenarbeit und Unterst³tzung durch die Direktion und Lehrerkollegen bedanken. Peter Ecker Ausbildungsleiter Anita K. Mein Name ist Anita K. Ich wurde 1976 in Wien geboren, wo ich auch seither lebe. Vor einigen Jahren fand ich eine Anstellung als Kindergartenhelferin im 3. Bezirk. Aufgrund meiner Sehbehinderung musste ich dies jedoch wieder aufgeben und besuchte einen Kurs f³r Berufsorientierung. Unmittelbar danach brachte ich ein Kind zur Welt und war daher die nõchsten vier Jahre nicht berufstõtig. Als meine Aufsichtspflicht durch den Kindergarten ersetzt wurde, begab ich mich wieder auf Jobsuche. Beim Arbeitsmarktservice erfuhr ich von einem Massagekurs, speziell f³r Sehbehinderte und Blinde. Mit etwas unsicherem Gef³hl brachte ich das Aufnahmegesprõch hinter mich. Doch sehr bald erkannte ich, dass mir dieser Kurs tolle M÷glichkeiten bietet, den Einstieg in ein gesichertes Berufsleben zu erleichtern. Da ich noch nie zuvor mit anderen Sehbehinderten oder Blinden Bekanntschaft geschlossen hatte, war es anfangs eine Umstellung. Eine Umstellung, die mir jedoch sehr leicht fiel, da all diese Menschen sehr kollegial und hilfsbereit sind und bei Gott nicht so hilflos wie man denkt. Auch die Ausbildner sind gut geschult im Umgang mit seheingeschrõnkten Sch³lern und machen ihre Arbeit daher ausgezeichnet. Alles in allem bietet der Kurs die M÷glichkeit, sich auf diesem Gebiet komplett einschulen zu lassen, vom Heilmasseur bis zum gewerblichen - eine Art und Weise einen Beruf zu erlernen, die ich jedem Sehbehinderten und Blinden empfehlen kann. Annemarie Hechenleitner Was mir am Kurs gefõllt: Es ist ein zweiteiliger Kurs, der in Heilmasseur und gewerblicher Masseur unterteilt ist. Somit habe ich nach Abschluss der Pr³fungen die M÷glichkeit, mich in einem Institut oder in einem Bad anstellen zu lassen. Auf jeden Fall habe ich zwei Standbeine. Ich m÷chte auch so unterteilen: Wõhrend des Heilmasseurkurses hatten wir in der Theorie eine -rztin f³r Allgemeinmedizin. Sie hat uns die Grundlagen f³r Anatomie, Pathologie, Histologie beigebracht. Schwierige Dinge: Wir hatten zwei Skelette, an denen wir verschiedene Dinge ertasten konnten. Gl³cklich war ich dar³ber, dass wir nachmittags an diesen Skeletten selbst weiterexperimentieren konnten. Experimentieren insofern, dass es uns m÷glich war, nachmittags an den Skeletten Muskelursprung und Muskelansatz verfolgen zu k÷nnen und wir die Arbeit vom Vormittag nachmittags festigen konnten. In der Praxis war es bei der Heilmassage so, dass wir vier verschiedene Ausbildner hatten, drei Frauen und einen Mann. Interessant f³r mich war: Jeder Ausbildner hat etwas anderes gesehen - schwerpunktmõ¯ig, auch f³r uns. So konnte ich von jedem sehr viel lernen, egal ob es die Haltung der Hõnde oder die Prõzision von Griffen war. Was mich besonders fasziniert hat: Wie sch÷n Techniken ausgef³hrt werden, wenn der K÷rper eingesetzt wird, wie Griffe erleichtert werden, wenn der ganze K÷rper mitarbeitet. Der Unterschied zwischen Heilmassage und gewerblicher Massage ist auch bemerkenswert. Wõhrend der Ausbildung zum gewerblichen Masseur haben wir nun eine Alternativmedizinerin f³r anatomische Fragen. Es ist interessant, auch diese Perspektive kennen zu lernen. Das kann f³r unseren Beruf sehr wichtig sein und ist es inzwischen auch schon. Ferner hat uns diese -rztin ein Muskelmõnnchen erklõrt, wo wir wirklich den Muskelfaserverlauf sehen konnten. F³r mich war das unglaublich interessant und ich hõtte am liebsten den ganzen Unterricht damit verbracht, Muskeln aus dem Mõnnchen herauszunehmen und dann zu suchen, wo sie wieder hingeh÷ren. Hochinteressant und faszinierend f³r mich, nachdem ich die Muskelverlõufe schon im Kopf hatte und nun endlich auch sehen konnte, wie sich das wirklich anf³hlen kann. Wõhrend der gewerblichen Massage haben wir nun insgesamt zwei Teile beinahe abgeschlossen: Das eine ist die Lymphdrainage, das andere die klassische Massage. Die Lymphdrainage ist eine Technik, von der ich annehme, dass ich sie einmal in meinem Berufsleben intensiv einsetzen werde. Sie erfordert irrsinnig viel Technik, und ich wei¯, dass ich noch viel arbeiten muss, wenn ich in dieser Technik gut sein m÷chte. Sie ist f³r mich faszinierend, weil es eigentlich etwas ist, wo man geschmeidig arbeiten muss und es auf das Wissen ankommt, aus welchem Gelenk heraus arbeite ich jetzt und woher m÷chte ich die Schwingung holen, die auf den anderen K÷rper ³bergeht. Das haben uns Peter und Lilo irrsinnig gut vermitteln k÷nnen und trotzdem bin ich noch nicht gut. Bei der klassischen Massage ist es interessant zu f³hlen, wie sich Muskeln angreifen; wir werden immer wieder darauf hingewiesen: du kannst den Muskel besser herausnehmen. Der Kurs ist f³r mich deshalb so faszinierend, weil immer wieder unsere Ausbildner darauf eingehen, dass wir hochgradig sehbehindert oder blind sind und ich darauf aufmerksam gemacht werde, wenn ich eine falsche Handhaltung habe, wenn ich den Muskel kurz verliere. Die Ausbildner sind f³r mich eine optische Kontrolle und ich wei¯, dass ich in der Welt der Sehenden sehr nach Optik beurteilt werde. Daher ist es f³r mich wichtig, Griffe prõzise und genau auszuf³hren und ich bin sehr dankbar, genaue Ausbildner zu haben, die viel Wert auf Optik und genaue Durchf³hrung der Griffe legen. Gerlinde Reischer geboren am 27. 09. 79, Teilnehmerin am Masseurkurs Der Masseurkurs begann im September 2000 und wird Ende November 2001 abgeschlossen sein. Am Anfang begannen wir mit der Ausbildung zum Heilmasseur, dies dauerte bis Februar. Der Heilmasseurkurs hat mir sehr gut gefallen. Ich dachte mir: Das mit der Anatomie bekomme ich nie hin, doch dann ging es mir sehr gut damit. Nun bin ich froh, dass ich den Heilmasseurkurs super abgeschlossen habe. Im Mõrz begannen wir mit dem gewerblichen Kurs. Die Ausbildung gefõllt mir auch recht gut, denn sie ist sehr interessant und lehrreich f³r mich. Anfangs war es f³r mich eine Umstellung, aber jetzt arbeite ich mich schon in die verschiedenen Abschnitte im gewerblichen Bereich ein. Was mir nicht so gefõllt ist, dass wir von jedem Abschnitt nur einen kleinen Teil lernen und nicht das Ganze. Aber man kann sich ja nach dem Kurs ohne Weiteres selbst weiterbilden, da steht einem ja nichts im Wege. Warum ich Masseurin werden m÷chte: Ich habe gerne mit Menschen zu tun und es taugt mir, wenn ich mit vielen Leuten Kontakt habe. Mein Ziel ist, nach dem Kurs als Masseurin arbeiten zu gehen. Mein gr÷¯tes Ziel ist, mich selbststõndig zu machen. Ich m÷chte auch nebenbei mit Psychologie weitermachen. Zum Kurs gibt es nicht viel zu sagen, au¯er dass er mir sehr gut gefõllt! J. Binder Im Februar 1999 fing es an - langsam wurde meine Sehkraft immer schwõcher. Im August gab mir Frau Prof. Dr. Langmann den Rat, mich mit der Augenklinik in Deutschland-T³bingen in Verbindung zu setzen, da diese mehr Untersuchungsm÷glichkeiten hõtte. Dies tat mein Vater unverz³glich, faxte alle Befunde nach T³bingen und konnte dann auch nur noch hoffend warten. Nach einem Monat kam dann endlich Antwort aus Deutschland. Man tippte auf eine spezielle Augenkrankheit, der Leberschen Opticusneuropathie. Man nahm mir Blut ab und schickte es nach Deutschland zur Analyse. Diese ergab nach drei Monaten im Dezember leider einen positiven Befund, die Erkrankung war unheilbar. Meine Arbeitsassistenten berieten mich gut bei meiner beruflichen Rehabilitation. Mit Bildschirmvergr÷¯erungen - ich war Informatiker - konnte ich nicht arbeiten. Da bekam ich schnell Kopfschmerzen. Gro¯es Interesse hatte ich damals schon am Beruf des Masseurs, da ich Freunde habe, die den Beruf aus³ben. Darum entschied ich mich f³r eine Umschulung auf diesen Beruf. Ich holte mehrere Angebote von Masseurkursen und Schulen ein und entschied mich danach nat³rlich f³r den im Herbst startenden Kurs im Wiener BBI, den das WIFI Wien dort veranstaltet. Dieser war der umfangreichste, bestangesehenste Kurs, der zur Auswahl stand. Es war bekannt, dass sich der Kursleiter Peter Ecker immer sehr um seine Sch³ler bem³ht. Nach Kursbeginn durfte ich Herrn Ecker endlich kennen lernen. Peter versucht wirklich immer, sein ganzes Wissen so verstõndlich wie m÷glich weiterzugeben. In diesem Kurs profitieren wir acht Teilnehmer nicht nur vom umfangreichen Wissen unserer Lehrer und Meister der Massage, sondern d³rfen auch viel von der Lebenserfahrung und -weisheit dieser Ausbildner lernen. Meister Peter pers÷nlich und seine Kolleginnen sind genau die richtigen, um uns das n÷tige Feingef³hl f³r diese wichtige, sensible Arbeit nõherzubringen. Sie k÷nnen sich in die Probleme anderer Menschen gut hineinversetzen und dann richtig helfen. Die erste Pr³fung zum Heilmasseur habe ich schon mit Ausgezeichnetem Erfolg bestanden, genausogut hoffe ich auch weiterhin beurteilt zu werden, denn mein Ziel habe ich mir schon gesteckt. Ich m÷chte einmal - und das soll nicht dauern, bis ich ins Greisenalter gekommen bin - ein ebenso toller Meister des Faches werden, wie uns das Peter vormacht. Ich lerne gern und flei¯ig, zur Zeit f³r die nõchste Pr³fung. Im Kurs erfahre ich alles N÷tige, um spõter in der Wirtschaft alle auf uns zukommenden Probleme l÷sen und neben normalsichtigen Kollegen ohne Schwierigkeiten bestehen zu k÷nnen. Ich bin sehr froh, in diesen Kurs gekommen zu sein, es ist unglaublich interessant und das Lernen macht durch den unvergleichlichen Humor Peters gro¯en Spa¯. Es ist klar, dass nicht alles Spa¯ sein kann. Peter kann auch schimpfen - wenn es n÷tig ist - um jemanden anzutreiben. DANKE DANKE DANKE Sinan Kilic Ich hei¯e Sinan Kilic und bin 1976 in Ísterreich geboren. Die Volksschule habe ich in der T³rkei besucht. Im 12. Lebensjahr bin ich nach Ísterreich zur³ckgekommen. Das 4. Jahr der Volksschule und die Hauptschule habe ich im Innsbrucker Blindenheim besucht und bei meinen Eltern in W÷rgl gewohnt. Anschlie¯end habe ich in Graz im Odilieninstitut die dreijõhrige Ausbildung zum Korb- und M÷belflechter absolviert. Zwischendurch habe ich in Bozen einen einjõhrigen EDV-Kurs besucht. Danach war ich ein Jahr arbeitslos. Im September 1998 kam ich nach Wien und begann als Korb- und M÷belflechter im ÷sterreichischen Hilfswerk zu arbeiten. Nach eineinhalb Jahren erm÷glichte mir das Arbeitsmarktservice die Teilnahme an der Heil- und gewerblichen Masseurausbildung im Wiener Bundes-Blindenerziehungsinstitut in einem Spezialkurs f³r Blinde und Sehbehinderte. Die Ausbildung zum Masseurberuf hatte schon immer meiner Wunschvorstellung entsprochen. Ich wollte nicht in einem B³ro sitzen und Telefonverbindungen herstellen oder Aktenberichte schreiben. Viel lieber wollte ich pers÷nlich mit Menschen zu tun haben. Es interessierte mich auch alles, was mit dem menschlichen K÷rper zu tun hat. Dass sich dieser Beruf f³r die Menschen heilend und schmerzlindernd auswirkt, scheint mir ein besonders erfreulicher Effekt zu sein. _ber die Anatomie und Pathologie des menschlichen K÷rpers zu lernen, ist sehr umfangreich und interessant. Das sind die Gr³nde f³r mich, diesen Beruf zu ergreifen. J³rgen Zauner Ich, J³rgen Zauner, 20 Jahre, besuche zur Zeit den Masseurkurs, der am Bundes-Blindenerziehungsinstitut stattfindet. Vor dem Masseurkurs habe ich noch den zweijõhrigen Textverarbeitungslehrgang am BBI gemacht. Da ging's vor allem um die Maschinschreibkenntnisse sowie um den Umgang von diversen Anwenderprogrammen, die f³r einen B³roalltag ben÷tigt werden. Da ich schon immer gern mit Menschen oder in diesem Fall, am Menschen arbeiten wollte und sich die M÷glichkeit einer Ausbildung zum Heil- und gewerblichen Masseur anbot, habe ich mich am 10. April 2000 bei dem Informationsvormittag im Theresienbad f³r den eineinhalbjõhrigen Massagekurs qualifiziert. Seit dem 5. September vergangenen Jahres arbeite ich nun mit sieben weiteren Kursteilnehmern zusammen, die bunt gemischt von ganz Ísterreich, wie zum Beispiel Steiermark, Kõrnten... kommen. Wõhrend uns in der Theorie der Stoff von nur einer anwesenden Lehrkraft vermittelt wird, sind an den Praxistagen immer zwei Ausbildner anwesend. Dies erm÷glicht uns eine noch korrektere und effizientere Durchf³hrung der Grifftechniken und deren Wirkungsweisen. Die Ausbildner vermitteln uns die Griffe durch das F³hlen ihrer Hand sowie das F³hren unserer Hand. Eine ruhige Hand und Ausstrahlung ist f³r einen Masseur von gro¯er Wichtigkeit, da die Gegebenheiten der zu massierenden Haut und die Muskelspannung genau gef³hlt werden m³ssen. Nur so kann eine Massage zum gew³nschten Erfolg f³hren. Mittlerweile haben wir alle die Heilmasseurausbildung erfolgreich abgeschlossen und machen nun im z³gigen Tempo mit der gewerblichen Massageausbildung weiter. Ende November folgt dann auch die Abschlusspr³fung zum gewerblichen Masseur. Zur Zeit erlernen wir gerade die klassische Massage, wo der K÷rper in einem flie¯enden Ablauf (R³cken, Beine von hinten und vorn, der Bauch, der Brustbereich sowie die Arme) massiert werden. Bei mir ist es so, dass ich, wenn ich etwas noch nicht gut kann, immer gleich die Nerven wegschmei¯e. Au¯erdem lasse ich mich leicht ablenken. Trotz allem hab ich schon viel vom Kurs mitgenommen, sei es in Bezug auf den Massagekurs als auch auf meine Person. Ich bin mir sicher, dass ich den Kurs erfolgreich abschlie¯en werde, wenn ich auf meine Ausbildner h÷re. $$$Feste und Feiern %%%Erstkommunion am BBI In unserer hauseigenen Kapelle feierten wir am Mittwoch, dem 13. Juni, um 12:00 Uhr die Erstkommunion zweier Kinder. Bianca Kiesling und Martin K÷ttler, Sch³ler der Integrationsklasse, freuten sich schon Tage vorher auf das gro¯e Fest. Das Engagement in den letzten beiden Wochen galt besonders diesem Ereignis. Die Sch³ler der Integrationsklasse gestalteten die Einladungskarten. Sie organisierten auch deren Verteilung. Das Plakat zur Ank³ndigung des Festes wurde von allen Kindern gestaltet und beim Haupteingang der Schul÷ffentlichkeit prõsentiert. Bianca und Markus fertigten selbst die Tischkõrtchen f³r ihre Verwandten und dekorierten die Tischkerzen. F³r die religi÷se Vorbereitung sorgten Herr Prof. Mag. Freiler und Hochw³rden Pater Florian. Die sehenden r÷m.-kath. Mitsch³ler, die ihre Heilige Erstkommunion in ihrer Heimatpfarre schon empfangen haben, waren ebenso wie die Erstkommunikanten feierlich gekleidet. Sie gestalteten den Gottesdienst aktiv mit. Musikalisch wurde die Heilige Messe von Frau Koll. Gebauer (Orgel) und Frau Koll. Zinsler (Gitarre) gemeinsam mit dem Schulchor untermalt. Im Anschluss daran gab es den Fototermin, der im Schulgarten wahrgenommen wurde. Nachdem wir eine Integrationsklasse sind, erwiesen uns zwei Direktoren durch ihre stõndige Anwesenheit besondere Ehre. Durch die gro¯z³gige finanzielle Unterst³tzung der Eltern, die tatkrõftige Mithilfe der Erzieher und Klassenlehrer konnte eine Festtafel f³r alle Beteiligten unter den wohlwollenden Augen der Direktion des Hauses bereitgestellt werden. Unsere flei¯igen K³chendamen bereiteten gerne das Men³ f³r ca. 50 Gõste vor. An dieser Stelle darf ausdr³cklich erwõhnt werden, dass alle s³¯en Gaumenfreuden von dem Hause K÷ttler gespendet wurden. Das gem³tliche Beisammensein wõhrte bis ca. 16 Uhr. Das religi÷se Fest konnte durch viele flei¯ige Hõnde eine irdische Aufwertung erfahren, daf³r bedanke ich mich im Namen der Erstkommunikanten. Prof. Christa Emich $$$Ehemalige Sch³lerInnen %%%Lebenslauf mit Zukunft? Mag. Beate Hattinger Ich habe ein kleines B³ro hier im Haus und bin Mitarbeiterin des Blindendruckverlages am BBI. Meine Arbeitsplatzausstattung besteht aus einem heutzutage unverzichtbaren PC und einer Braillezeile. Ich war schon einmal hier am BBI; - damals hatte ich kein B³ro, sondern zunõchst ein Kindergartensesselchen, das ich in der Folge gegen Volks- und Hauptschulsessel tauschte. Wõhrend meiner Volks- und Hauptschullaufbahn (1977-85) lernte ich, neben dem lehrplanmõ¯igen Lehrstoff nat³rlich, die f³r uns blinde Menschen so wichtigen Kulturtechniken: Brailleschrift (Voll-, Kurz- und Mathematikschrift sowie englische Voll- und Kurzschrift), schreiben (mit allem, was damals gebrõuchlich war, Brailletafel und vor allem Punktschriftschreibmaschine). Spõter lernten wir noch das Schreiben auf der Schwarzdruckschreibmaschine. In den Jahren 1985-89 absolvierte ich die Oberstufe eines Realgymnasiums mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt. So ganz nebenbei erf³llte sich damit auch ein kleiner Traum: ein Schulweg, den ich zu Fu¯ zur³cklegen konnte, denn das Bundesrealgymnasium RG10 in der Pichelmayrgasse ist 20 Minuten von der elterlichen Wohnung entfernt. Im Zuge der Vorbereitungen absolvierte ich ein Mobilitõtstraining sowie Vorbereitungsstunden in Mathematik. Vor allem jedoch erhielt ich meine erste Hilfsmitteleinschulung. Das Hilfsmittel war ein in einem Koffer integriertes Textspeichergerõt; als Datentrõger dienten Audiokassetten, - das Versabraille begleitete mich durch 4 Jahre AHS bis zur Matura. Mein neuer Ausbildungsweg stellte mich vor bisher nicht gekannte Probleme. Da war zu allererst die gro¯e Menge an Lernstoff; jeder zu schreibende Text, jede zu bearbeitende Rechnung war viel umfangreicher als ich es vom BBI her kannte. Ich st³rzte mich in die Arbeit und kõmpfte so lange, bis ich das f³r mich passende Zeitmanagement gefunden hatte. Lehrb³cher standen nur teilweise zur Verf³gung, folglich waren meine eigenen Mitschriften und alles, was in den Unterrichtsstunden passierte, von essentieller Bedeutung. Schlie¯lich war da noch die schriftliche Kommunikation zwischen den ProfessorInnen und mir. Viele meiner Hausaufgaben schrieb ich in Schwarzdruck ab, damit sie korrigiert werden konnten. Doch die EDV half. Schon bald standen Computer zur Verf³gung, sodass einerseits die Daten³bertragung zwischen Versabraille und Rechner, andererseits Papierausdrucke in Brailleschrift m÷glich wurden. Jetzt erhielt ich zusõtzliche Unterlagen zum Unterricht ebenso wie meine KollegInnen. Ich hatte sehr engagierte und kreative ProfessorInnen, die alles taten, um mich zu unterst³tzen. Nur einige Beispiele seien hier genannt. Schon bald nach Schuleintritt organisierte mein Klassenvorstand ein einsprachiges englisches W÷rterbuch. Bis zur Matura hatte ich stets gen³gend fremdsprachige Literatur f³r meine Leselisten zur Verf³gung. Und in den naturwissenschaftlichen und mathematischen Fõchern taten meine ProfessorInnen alles, um mir die oft schwierigen Inhalte im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar zu machen, ob es sich nun um die Struktur eines Einzellers, stark vergr÷¯erten und mit Hilfe von Thermofolien tastbar gemachten Landkarten oder komplexen Molek³len handelte. Sogar die H³te meiner KollegInnen mussten f³r Winkelberechnungen herhalten. Meine Chemieprofessorin schlug in die h÷lzernen Molek³le eines Chemiebaukastens verschiedenartige Nõgel ein, damit ich auch selbststõndig Molek³le bauen konnte. Meine schulische Integrationskarriere war f³r alle Beteiligten Neuland, f³r Lehrer, Kollegen und mich. Vieles musste neu erdacht und erarbeitet werden. Doch nach dem gro¯en Erfolg meiner AHS-Karriere stand f³r mich fest, dass mein Bildungsweg mit der Matura nicht enden sollte. Nach einer einsemestrigen Exkursion in die Rechtswissenschaften fand ich zu "meinen Sprachen" an "meinem Institut", wie ich es liebevoll nannte. Von 1990 bis 1996 absolvierte ich ein Lehramtsstudium in den Fõchern Franz÷sisch und Italienisch am Institut f³r Romanistik an der Universitõt Wien. Auch hier war die Literaturbeschaffung ein gro¯es und manchmal schwieriges Thema, vor allem wenn es sich um Sekundõrliteratur handelte. Mit der Zeit lernte ich die f³r mich relevanten Punktschriftbibliotheken und H÷rb³chereien kennen. In Franz÷sisch hatte ich gute schulische Vorkenntnisse, doch Italienisch musste ich neu lernen - im Eilzugstempo. Ich nahm Einscanndienste in Anspruch, liebe KollegInnen lasen mir Texte auf Kassette. Doch nicht nur KollegInnen; in den Spracherwerbskursen waren es meistens die LektorInnen, die f³r mich auf Kassette lasen; sie lasen Pr³fungstexte und Texte f³r den Unterricht. Ich war mit dem Textspeichergerõt Notex 24 und einem tragbaren Drucker ausgestattet, mit dem ich die schriftlichen Pr³fungsarbeiten an Ort und Stelle ausdrucken konnte. Um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und lebendige Erfahrungen mit den Sprachen zu sammeln, n³tzte ich die langen Sommerferien f³r Auslandsaufenthalte in Frankreich und Italien. Wie bereits in der AHS war die Kommunikation zwischen allen Beteiligten hervorragend. Probleme wurden gemeinsam gel÷st, Literaturlisten gemeinsam erstellt, Themen f³r Seminararbeiten individuell vereinbart. Schulische und studentische Integration waren also ein gro¯er Erfolg; - jetzt fehlte noch die meines Erachtens nach schwierigste Integration, nõmlich jene in die Arbeitswelt. Nach der Diplompr³fung arbeitete ich zunõchst als Fachtutorin am Institut f³r Romanistik. Spõter arbeitete ich bei Amnesty International Ísterreich in der Appell-Briefabteilung und schlie¯lich als Lektorin f³r das Projekt ALO (Austrian Literature Online). Seit Mõrz 2000 bin ich "auf Zeit" dorthin zur³ckgekehrt, wo meine Schulbildung begonnen hat. Gegen Ende meines Studiums erwachte ein ernsthaftes Interesse f³r elektronische Hilfsmittel. Ich wusste nat³rlich aus Erfahrung, wie wichtig und hilfreich diese gerade f³r blinde und sehbehinderte Menschen sind, doch war mir das bis zu diesem Zeitpunkt nie so wirklich bewusst geworden. Nun begann ich aktiv, die M÷glichkeiten, die uns diese Hilfsmittel bieten, auszuprobieren. Bereits kurze Zeit spõter entdeckte ich das Internet, das mich ganz besonders faszinierte. Jedoch surfen alleine gen³gte mir nicht, also brachte ich mir selbst die Beschreibungssprache HTML bei, um die Konstruktion von Webseiten zu verstehen und auch selbst welche zu gestalten. Mittlerweile kann ich meine Freude an diesem Medium voll in der Fachgruppe Hilfsmittel des ÍBSV ausleben. Jedoch wõre ein rein privates Interesse an diesen modernen Technologien f³r mich alles andere als zufriedenstellend, da sie gerade f³r uns blinde und sehbehinderte Menschen ganz neue Perspektiven (ich meine jetzt beruflicher Art) er÷ffnen. Textverarbeitung, Datenbanken und das Internet haben im Blindendruckverlag Einzug gehalten und bestimmen unsere alltõgliche Arbeit. Ich sehe diese Entwicklung õu¯erst positiv. Freilich sind neue Qualifikationen und die damit untrennbar verbundene Weiterbildung eine Herausforderung, gleichzeitig jedoch ist so eine Entwicklung zukunftsweisend, eine Chance f³r alle, die sich den neuen Anforderungen stellen m÷chten. Zukunft - ein Schlagwort, das mich sehr interessiert, vor allem deswegen, weil meine berufliche Zukunft alles andere als gesichert ist. In meinem Gepõck stapeln sich eine schulische Laufbahn, bestehend aus Spezial- und Regelschule, ein mit einer põdagogischen Ausbildung gekoppeltes Sprachstudium sowie Kenntnisse in den Bereichen elektronische Hilfen f³r blinde Menschen, gekoppelt mit Textverarbeitung (Texterstellung und -korrektur). Zusammengehalten wird dies alles von den Erfahrungen des selbststõndigen Arbeitens, der Eigenverantwortung sowie der Notwendigkeit, sich immer wieder auf neue unbekannte Situationen und Umgebungen (orts- und arbeitsmõ¯ig) einzustellen. Und da ich ein sehr freiheitsliebender Mensch bin, habe ich stets viel Freude an diesen Erfahrungen und habe sie in meine Denk- und Arbeitsweisen einflie¯en lassen. Ein Studium ist keine Einbahnstra¯e, die zwangslõufig zu dem einen Beruf f³hren muss. Dennoch w³nsche ich mir f³r meine Zukunft Erwerbsarbeit, in der ich meine Kenntnisse und Erfahrungen einsetzen kann. Gleichzeitig m÷chte ich immer Neues dazulernen, mir neue Technologien erarbeiten, neue Erkenntnisse und Erfahrungen sammeln. In dieser Beziehung werde ich wohl "ewige Studentin" bleiben. Mag. Beate Hattinger %%%Annemarie Hechenleitner Geb. 1961, wohnhaft 4614 Marchtrenk, Flurgasse 15 Nachdem ich mit acht Jahren erblindete, besuchte ich im Bundes-Blinden- erziehungsinstitut Wien die Volks-, Hauptschule und den Polytechnischen Lehrgang. Schon damals wollte ich den Beruf Masseurin erlernen. Aufgrund meiner k÷rperlichen Voraussetzungen wurde mir davon abgeraten und ich belegte stattdessen den 2-jõhrigen Stenotypisten- lehrgang. Nach Abschluss der Ausbildung wurde ich bei der Gebietskrankenkasse Wels als Betriebstelefonistin angestellt. Obwohl ich gerne zur Arbeit ging, war mir sehr bald klar, dass dies keinesfalls der Beruf ist, den ich mein Leben lang aus³ben werde. Au¯erdem war mein Wunsch nach Kindern sehr gro¯. So kamen meine beiden Kinder Stephan 1984 und Ulrich 1986 zur Welt und ich entschloss mich, f³r einige Jahre bei meinen Kindern zu Hause zu bleiben. Dass der Wiedereinstieg ins Berufsleben so schwer werden k÷nnte, habe ich niemals angenommen. So bin ich nach Einstieg meiner Kinder in die Schule auf Jobsuche gegangen, wurde aber abgelehnt oder es war eben nicht das Rechte f³r mich. Im Hinterkopf hatte ich immer: Ich werde Masseurin. So vergingen die Jahre. Im Fr³hling 2000 ergab sich die M÷glichkeit, im BBRZ Linz einen Berufsfindungskurs zu machen. Hier wurden meine M÷glichkeiten abgeklõrt. Dort erfuhr ich vom Masseurkurs im Bundes- Blindenerziehungsinstitut und ich entschloss mich, um Aufnahme in diesen Kurs anzusuchen. Auch die Schnuppertage wõhrend der Berufsfindung als Masseurin bestõtigten mich darin, den zweiten Bildungsweg als Masseurin anzugehen. F³r die Ausbildung im Bundes-Blindenerziehungsinstitut habe ich mich aus folgenden Gr³nden entschlossen: Es gibt Hilfsmittel und Unterlagen in Blindenschrift sowie gut ausgebildete Masseure, die verbal und manuell Grifftechniken erklõren und vermitteln k÷nnen. Wenn ich meine Motivation ganz kurz zusammenfassen kann: Es gibt eine Sprache der Ber³hrung, die mich fasziniert. Annemarie Hechenleitner $$$Freizeit und Unterhaltung %%%Jazzkonzert Am Donnerstag, dem 19. April 2001, gab es wieder echten Ohrenschmaus in der Aula unseres Hauses. Das HS Jazz Ensemble aus Westborough/USA prõsentierte unter dem Titel "Amerika trifft Ísterreich" Melodien von Duke Ellington bis Count Basie. Alle Zuh÷rer, Sch³lerInnen und MitarbeiterInnen, waren von den Darbie- tungen begeistert, was sich in einem wahren Applausrausch zeigte. "Ohne Flei¯ kein Preis" oder "_bung macht den Meister", beides trifft auf die Jugendlichen zu, viele Stunden wird tõglich ge³bt, der Lohn sind Tourneen, wie diesmal durch Europa. Wie schon bei fr³heren Konzerten von Jugendorchestern aus den USA und Kanada, konnten unsere Sch³lerInnen nach dem Ende des musikalischen Leckerbissens alle nur m÷glichen Instrumente "begreifen" und ausprobieren. Begeistert von den Erlebnissen hie¯ es wieder an die Arbeit zu gehen. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor $$$Sport und Spiel %%%Vienna City Marathon erbrachte neue Weltbestleistung f³r Wiener Blindensportlerin Unbeachtet vom gro¯en Medienspektakel rund um den Vienna City Marathon 2001 geht der 20. Mai 2001 in die Annalen des ÷sterreichischen Behindertensports ein. Am Start standen mit Startnummer 9615 die schwer sehbehinderte Lõuferin Gabriele Berghofer und ihr Begleitlõufer Thomas Walch. Der 29- jõhrige Tiroler ist seit einigen Jahren als Betreuer und Begleitlõufer mit den besonderen Bed³rfnissen blinder und sehbehinderter Sportlerinnen und Sportler bestens vertraut. F³r die 37-jõhrige Paradesportlerin aus den Reihen des Versehrtensportklubs ASVÍ-Wien war es nach 1999 der zweite Marathon. Sie hatte sich viel vorgenommen und wollte unter 4:00 Stunden laufen. 1999 erreichte sie mit 4:22:20 Stunden auf Anhieb eine Weltbestleistung, die jedoch heuer von einer ebenfalls schwer sehbehinderten Japanerin um rund 8 Minuten unterboten worden war. Das Rennen selbst gestaltete sich zu einem tollen Erfolg. Mit einer Halbmarathonzeit von 1:50:28 legte die ehrgeizige Athletin, die schon viele internationale Erfolge im alpinen und nordischen Skilauf und in der Leichtathletik erreicht hat, den Grundstein f³r den spõteren Erfolg. Die Endzeit von 3:49:16 ist wohl der sch÷nste Lohn f³r die durchlittenen M³hen auf den vergangenen 42.195 Metern, denn damit hat sie die heuer verlorene Weltbestzeit in der Behinderungsklasse der schwer Sehbe- hinderten wieder zur³ckerobert. Auch im Behindertensport ist es heutzutage nicht einfach, an die Weltspitze vorzudringen und so ist dies nat³rlich f³r die Athletin, aber auch f³r Ísterreich und f³r ihren Verein, den VSC ASVÍ-Wien, ein besonderer Grund zur Freude. Herzliche Gratulation! Franz Sch÷ffmann %%%23. Wiener Schwimmmeisterschaften - meine ersten Goldmedaillen - ich kann's noch immer nicht fassen Ich war schon eine Zeit lang vor der Schwimmmeisterschaft sehr aufgeregt, denn ich freute mich ja sehr darauf. Dann - am Sonntag, dem 22. 04. 2001 - fand mein Warten sein Ende. Ich lie¯ mein Fr³hst³ck aus und machte mich sofort auf den Weg auf die Schmelz. Schon beim Betreten des Schwimmbades versp³rte ich die sch÷ne Atmosphõre. Vom BBI schwammen leider nur Ursula Raunig und ich. Mein Schulkollege Daniel Richter kam als Zuschauer, um uns krõftig anzufeuern. Nat³rlich war auch mein Schwimmtrainer und bester Freund, Johannes Weingartner, da. Weiters waren die Schwimmer Karl, Ernst und Traude in unserem Team. Nach dem Einschwimmen um 9:45 Uhr und den Reden einiger Veranstalter wurden die Meisterschaften als er÷ffnet erklõrt. Jetzt entfaltete unsere Aufregung ihre stõrkste Wirkung. Ursula war schon im vierten Bewerb mit 100 m Brust dran, wobei sie deutlich bewies, dass sie im Training gut aufgepasst hatte. Sie erhielt daf³r eine Verbandsgoldmedaille. Karl nahm ebenfalls an diesem Bewerb teil. Dann kam unser gesamtes Team im 16. Bewerb mit 50 m Freistil dran. Ich erhielt eine Verbandsgoldmedaille f³r diesen Lauf. Nach der Siegerehrung kam ich wieder im 18. Wettbewerb mit 50 m R³cken dran. Da ich hier als Einzelstarter kõmpfte, gab es keine Verbandsgoldmedaille f³r mich. Nach diesem Lauf folgten noch einige Bewerbe hinterher und dann war Mittagspause. Im 38. Lauf gingen Karl und ich mit 100 m Freistil an den Start. Ernst und Traude waren da schon nach Hause gegangen, da es ihnen nicht wert war, auf ihren Lauf zu warten. Nun ja, ich schwamm hier meine Bestzeit und erhielt wieder Gold. Ich war zu diesem Zeitpunkt ganz au¯er mir und merkte, dass ich mich - nat³rlich mit der Hilfe von Johannes - gut vorbereitet hatte. Im 46. Rennen ging Ursula noch einmal an den Start. F³r 100 m Brust erhielt sie leider nichts, weil sie eine Einzelstarterin war. Es gab auch eine Jugendwertung. Ursula und ich erhielten in allen Disziplinen Jugendgoldmedaillen. Zum Schluss der Siegerehrung gab es f³r mich und Ursula jeweils einen wundersch÷nen Pokal. Diese Schwimmmeisterschaft war f³r mich ein sehr sch÷nes Erlebnis und das nicht nur des Erfolges wegen, sondern auch weil ich viele gute Schwimmer gesehen hatte und sie mir zu Vorbildern machte. Was die Umgebung und Atmosphõre betrifft, war alles so, wie es bei einer Schwimmmeisterschaft sein sollte. Man merkte, dass sich die Veranstalter wirklich M³he gaben, uns den Tag so sch÷n wie nur m÷glich zu machen. Es waren vielleicht nicht alle Schwimmer mit dem, was sie erreichten, zufrieden, aber es gibt ja auch noch ein nõchstes Mal und ich glaube, dass das so in Ordnung geht. Danijel Krnjeta Polytechnische Schule %%%Internationaler Schwimmwettkampf im Bundes-Blindenerziehungsinstitut Am 27. und 28. April 2001 wurden mit Unterst³tzung von IBSA (International Blind Sports Federation) die "IBSA Swimming Competition for the Youth" abgehalten. Jugendliche aus sieben Nationen nahmen an den Spielen teil und erbrachten teilweise ausgezeichnete Leistungen. Schon im Jahr 1978 wurden die 1. Schulspiele in LA f³r sehgeschõdigte Jugendliche vom Bundes-Blindenerziehungsinstitut veranstaltet. 120 Sch³ler stellten sich zum Wettkampf. Jahre spõter begann das Bundes- Blindenerziehungsinstitut neuerlich auf internationaler Ebene mit Schwimmwettkõmpfen; zuerst mit Schulwettkõmpfen zwischen Ísterreich und Deutschland, dann erfolgte der Einschluss von Italien und schlie¯lich als vorlõufiger H÷hepunkt die Spiele im heurigen April. Waren die 1. Schulspiele in LA und Schwimmen schon Sprungbrett f³r Paralympics-Sieger und Medaillengewinner bei Europameisterschaften der allgemeinen Klasse, lassen die Leistungen bei den heurigen Schwimmwettkõmpfen ebenfalls auf k³nftige gro¯e Sieger hoffen. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Zwei Briefe Vizekanzlerin der Republik Ísterreich Dr. Susanne Riess-Passer Bundesministerium f³r ÷ffentliche Leistung und Sport Herrn Direktor Professor Franz Haslinger Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wittelsbachstra¯e 5 1020 Wien GZ 10.002/88-I/A/4/01 2001-04-18/MM/jr Sehr geehrter Herr Direktor! Ich freue mich, f³r den Schwimmwettkampf f³r blinde und schwerst sehbehinderte Kinder einen Ehrenpreis zur Verf³gung zu stellen. Ich danke den Organisatoren und Mitarbeitern f³r die geleistete Arbeit und ihr gro¯es pers÷nliches Engagement aufrichtig. Ich bin sicher, dass diese Veranstaltung in einem gut organisierten Rahmen ablaufen wird. Zu Ihrer freundlichen Einladung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass es mir aus Termingr³nden nicht m÷glich ist, die Veranstaltung zu besuchen. Ich w³nsche Ihnen erfolgreiche Schwimmwettbewerbe und den jugendlichen Schwimmerinnen und Schwimmern viel Freude und Begeisterung. Mit freundlichen Gr³¯en Susanne Riess-Passer A-1014 Wien, Minoritenplatz 3 Telefon: +43/1/53115/2140 Telefax: +43/1/53115/2133 e-mail: susanne.riess-passer@bka.gv.at %%%Meine ersten internationalen Schwimmmeisterschaften Heuer fanden die internationalen Schwimmmeisterschaften f³r Blinde und Sehbehinderte im BBI statt, in unserer Schule! Ich war einer der Schwimmer, der mitmachte. In meinem Team waren: Mathias Schmuckerschlag, Bianca Bazala und Ursula Raunig. Der Kapitõn war unser Schwimmtrainer Johannes Weingartner. Er war f³r die Organisation dieser Schwimmmeisterschaft zustõndig. Nat³rlich hatte er auch sein Personal, das ihm zur Seite stand, aber Johannes spielte hier die Hauptrolle. Nat³rlich war da auch der bekannteste Sch³ler in unserer Schule, Manuel. Er engagiert sich gerne als D. J. Also legte er die CDs in der Disco auf, ³ber die ich aber erst spõter erzõhle. Mit unserem Team waren es sieben Nationen, die teilnahmen. Es kamen Schwimmer aus Tschechien, Gro¯britannien, der Slowakei und drei Teams aus Deutschland. Nat³rlich war sich unser Team im Klaren, dass wir den anderen nicht das Wasser reichen konnten, aber es ging ja letztendlich nur um den Spa¯ und wir konnten sehen, wie die Kinder und Jugendlichen aus anderen Lõndern schwimmen. Alle SchwimmerInnen wurden im Internat untergebracht. Ich wohnte mit meinen Teamkameraden auf der Gruppe, auf der ich normalerweise bin. Die Schwimmmeisterschaft wurde auf zwei Tage aufgeteilt. Wir hatten einige Bewerbe am Freitag und einige am Samstag. Doch bevor wir richtig loslegen konnten, gab es noch eine Klassifizierung unseres Sehverm÷gens. Regelung: B1: keine Lichtempfindung auf beiden Augen bis Lichtempfindung, jedoch kein Erkennen von Umrissen oder Gegenstõnden in jeder Richtung und jeder Entfernung. B2: Sehverm÷gen, Gegenstõnde oder Umrisse zu erkennen bis zu einem Sehverm÷gen bis 2/60 und/oder eine Gesichtsfeldeinschrõnkung von 5¦ auf dem besseren Auge. B3: Sehverm÷gen von ³ber 2/60 bis 6/60 und/oder eine Gesichtsfeldeinschrõnkung von ³ber 5¦ bis 20¦ auf dem besseren Auge Ich wurde in die dritte Klasse, also B3, eingestuft. Die Untersuchung f³hrte Herr Dr. Bolsinger aus Deutschland durch. Er untersuchte auch die Athleten in Sydney bei den Paralympics 2000. Nach der Untersuchung gab es eine kleine Er÷ffnungsfeier, wie es bei internationalen Meisterschaften eben ³blich ist. Die Er÷ffnung f³hrte Schuldirektor Herr OStR Prof. Franz Haslinger durch. F³r die musikalische Umrahmung sorgte ein ehemaliger Sch³ler, Michael Hoffmann. Nach dieser sch÷nen Er÷ffnungsfeier und einer kurzen Konferenz der Team-Coaches ging es dann richtig los. Zuerst schwammen sich alle ein und dann begannen die Wettkõmpfe. Unser Schuldirektor sagte alles ³ber ein Mikrofon an. Einige Studenten von der Schmelz und einige Lehrer unserer Schule meldeten sich freiwillig zum Stoppen der Schwimmer. Viele Schwimmer bewiesen mit ihren Leistungen, dass sie wirklich gut trainiert waren. Die besten drei Mannschaften waren: Gro¯britannien, Deutschland und Estland. Ich war und bin mit meinen Leistungen sehr zufrieden. Das trifft auch auf die anderen aus meinem Team zu. Mathias (Klasse B1) nahm an den Bewerben 100 m und 50 m Brust teil. In beiden Disziplinen erreichte er den 2. Platz. Ursula beteiligte sich an: 100 m und 50 m Brust und 50 m Freistil. Da sie eine Einzelstarterin war, wurde sie ³berall in ihrer Klasse (B1) Erste. Bianca schwamm 50 m und 100 m Brust. Ihre Plõtze wei¯ ich leider nicht, hab vergessen sie zu fragen. Und nun zu mir. Ich nahm teil an: 50 m und 100 m Freistil, 50 m R³cken und 100 m Lagen, wobei ich in dieser Disziplin wegen einer falschen Wende disqualifiziert wurde. Da kann man eben nichts machen! Aber in 50 m und 100 m Freistil kam ich auf den 10. Platz und in 50 m R³cken auf den 9. Ja, die Konkurrenz war schon sehr stark! Am Freitagabend lud uns Frau H÷llersberger auf ein Eis ein. Wir spazierten mit Magda (Erzieherin) zum Schwedenplatz und lie¯en es uns gut gehen. Nat³rlich bestellten wir ein Eis mit vielen Fr³chten, wõhrend einer Meisterschaft ist das - glaub ich - das Beste, wenn man schon Eis essen geht. Nachdem wir zur³ckkamen, lie¯en wir uns mit Freude ins Bett fallen und schliefen sofort ein. 0 Am Samstag gingen wir nach dem zweiten Teil der Schwimmmeisterschaft mit Frau H÷llersberger in den Prater. Wir fuhren mit den wildesten Sachen und es bereitete uns gro¯en Spa¯. In der Schule wieder angekommen, gingen wir zur Siegerehrung, wo prõchtige Pokale und wundersch÷ne Medaillen auf ihren zuk³nftigen Besitzer warteten. Bei dieser Ehrung kam keiner zu kurz. Alle bekamen etwas und jeder war zufrieden. Sogar die Trainer bekamen jeweils eine Medaille verliehen. Nach der Siegerehrung gab es, wie ich schon oben erwõhnte, eine Disco, wo Manuel der D. J. war. Ich tanzte ein bisschen mit Mathias, dann ein bisschen alleine. Nun, leider waren nicht viele gewillt zu tanzen, aber das macht nichts, denn ich hatte trotzdem meinen Spa¯. Es waren nicht nur f³r meine Wenigkeit zwei wundersch÷ne Tage, sondern auch f³r alle von uns und ich glaube es nur nicht, ich wei¯ es, dass wir uns beim gesamten Personal, das sich wirklich unglaublich gro¯e M³he gab, die Meisterschaft auf die Beine zu stellen, bedanken m³ssen. Dieses ganz, ganz gro¯e Dankesch÷n geht an Sie alle! Ein gro¯es Danke von Danijel Krnjeta Polytechnische Schule %%%WIENER LEICHTATHLETIKMEISTERSCHAFTEN Ich konnte es mir nat³rlich nicht entgehen lassen, bei dieser Meisterschaft dabei zu sein. Sie fand im 15. Wiener Gemeindebezirk auf der Schmelz statt. Ich konnte meine Mutter dazu ³berreden, mit mir zu kommen. Ansonsten waren nicht so viele Zuschauer, aber umso mehr Teilnehmer. Wir trafen uns vor der Schule (BBI) und fuhren gemeinsam mit unseren Turn- und Schwimmlehrern auf die Schmelz. Vom BBI nahmen Anja, Sibel, Cigdem, Emine, Bianca, die Zwillinge Slavica und Mira, Vera und ich teil. Einige von uns nahmen nur an Laufdisziplinen teil, andere wiederum nahmen auch noch Kugelsto¯en dazu. Ich machte dann noch den Weitsprung. Bei den Laufdisziplinen konnte man zwischen 100 m, 200 m, 400 m und 800 m wõhlen. An dem 100-m- und 200-m-Lauf nahmen alle von uns teil. An 400 m und 800 m nahmen nur die Mõdchen teil. Am Kugelsto¯en nahmen Anja, Cigdem und ich teil. Die zwei stie¯en mit einer 4-kg-Kugel und ich mit einer 7+-kg-Kugel. Ich muss gestehen, dass ich mich in dieser Disziplin selbst ³bertroffen habe. Nun - als wir einige Vor³bungen mit den Kugeln machten - fiel es mir ziemlich schwer. Doch beim Bewerb war mein weitester Sto¯ 7,58 m. Ich bin heute noch davon fasziniert! Was die Medaillen anbelangt, waren wir alle ziemlich erfolgreich und vor allem zufrieden. Anja war ³berhaupt die Gr÷¯te. Sie erhielt eine Landesgold- und zwei Verbandsgoldmedaillen. Au¯erdem bekam sie noch einen wundersch÷nen Pokal. Emine und Sibel bekamen Gold- und Silbermedaillen, ich wei¯ aber nicht genau, wie viele. Die Zwillinge bekamen jeweils eine Goldmedaille und einen Pokal. Ich kann die zwei Mõdchen leider schlecht unterscheiden, aber ich wei¯, dass eine den 100- m- und die andere den 200-m-Lauf gewonnen hat. Cigdem bekam einen Pokal f³r ihre Leistungen. Vera lief nur 200 m und 800 m, wobei ich bei 800 m ihr Begleitlõufer war. Daf³r erhielt sie zwei Mal Silber. Was mich angeht, ich nahm an den Lõufen ³ber 100 m, 200 m und den Disziplinen Kugelsto¯ und Weitsprung teil. Ich erhielt zwei Silbermedaillen f³r den 100- und 200-m-Lauf. Diese Meisterschaft hatte mir auch sehr gut gefallen. Ich bekam dadurch neue Motivation f³r diesen Sport. Ich habe mich entschlossen, auch in diesem Bereich etwas mehr zu trainieren. Danijel Krnjeta Polytechnische Schule %%%Ísterreichische Schachmeisterschaft f³r sehgeschõdigte Jugendliche Nach langer Pause war das Bundes-Blindenerziehungsinstitut wieder einmal Gastgeber. Eine Reihe Ehemaliger traf sich mit Sch³lern aus ganz Ísterreich und unseren Jugendlichen zum Wettkampf auf dem Schachbrett. Im Rahmen einer kleinen Siegerehrung wurden den Siegern in den verschiedenen Klassen Ehrenpreise ³berreicht und im gem³tlichen Beisammensein wurden nicht nur die Ergebnisse analysiert, sondern schon Plõne f³r die nõchstjõhrige Austragung geschmiedet. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor %%%Die 12. Ísterreichischen Jugend-Schachmeisterschaften Die heurigen Schachmeisterschaften begannen am 7. Mai 2001 und dauerten bis zum 10. Mai 2001. Ich war einer der Teilnehmer und obwohl ich schon seit fast einem Jahr kein Schach mehr gespielt hatte, hatte ich ein gutes Gef³hl. Insgesamt waren wir 14 Teilnehmer, wobei drei davon au¯er Konkurrenz spielten. Das hei¯t, sie waren eigentlich schon zu alt, denn man darf nur bis zum 21. Lebensjahr mitspielen. Also wurden sie auch anders bewertet. Aus unserer Schule spielten Anja und Christoph aus der Handelsschule und ich. Es kamen Spieler aus Tirol, Salzburg und Nieder÷sterreich. Die Gõste wurden im Obergeschoss im Internat untergebracht. Zunõchst gab es, wie bei jeder Meisterschaft, eine Er÷ffnung, die nat³rlich sehr sch÷n war. Der Veranstalter und der Schiedsrichter stellten sich vor und erklõrten uns alles, was diese Meisterschaft anging. Danach gingen wir Essen und dann spielten wir die erste Partie. Ich trat gegen Anton Klotz, den stõrksten Teilnehmer dieser Meisterschaft, an. Unsere Partie dauerte knappe zwei Stunden. Der Sieg ging an meinen Gegner, der au¯er Konkurrenz spielte. Danach fuhr ich nach Hause. Am Dienstag kam ich wie jeden Tag um 8:00 Uhr in die Schule, ging in die erste Stunde und dann um 9:00 Uhr zur nõchsten Partie. Da spielte ich gegen Ratko Petrovic, von dem ich geh÷rt hatte, dass er im nõchsten Jahr auch ins Blindeninstitut kommen m÷chte. Hier erzielte ich meinen ersten Sieg. Danach ging ich wieder zum Unterricht. Am Nachmittag, um 14:00 Uhr, hatten wir die nõchste Partie. Da spielte ich gegen Josef Wiedring. Der Sieg ging wieder an mich. Am nõchsten Tag spielte ich die bl÷deste Partie meines Lebens. Verzeihen Sie bitte diesen Ausdruck, aber ich war danach sehr enttõuscht und vor allem w³tend auf mich selber. Nun, das alles deshalb, weil ich eigentlich das Spiel voll im Griff hatte und dann nur durch einen kleinen Fehler verlor. Na ja. - Aber am Nachmittag gewann ich dann und war auch wieder zufrieden. Am Donnerstag trat ich gegen den nõchsten starken Spieler an. Es sah f³r mich zunõchst sehr gut aus, aber dann drehte er den Spie¯ um und gewann doch noch. Am Nachmittag hatte ich wieder einen leichten Gegner, der es mir nicht schwer machte zu gewinnen. Am Donnerstagabend gab es dann die Siegerehrung. Jeder erhielt eine Urkunde und jeweils die ersten drei einen Pokal. Es gab sechs Pokale, drei f³r diejenigen, die au¯er Konkurrenz gespielt hatten und die anderen drei f³r die Jugendlichen. Ich wurde Dritter in diesem Turnier und erhielt somit auch einen Pokal. Meine Schulkollegen erreichten leider den 10. und 11. Platz. Diese Meisterschaft war f³r mich auch ein sch÷nes Erlebnis, das ich wahrscheinlich nicht so leicht vergessen werde. Ich habe einige Bekannte wieder getroffen, aber auch andere kennen gelernt. Danijel Krnjeta Polytechnische Schule Ein neues Abenteuer, das ich ohne den Sport nicht erleben hõtte k÷nnen - die Staatsmeisterschaften im Schwimmen Dieses Jahr fanden die Staatsmeisterschaften im Schwimmen vom 11. Mai 2001 bis 13. Mai 2001 in Innsbruck statt. Einige Sch³ler unserer Schule (Bianca, Ursula und ich) und mein Trainingspartner Karl nahmen daran teil. Es kamen auch Sportler mit anderen Behinderungen aus Wien. Martin begleitete eine Gruppe von Mentalbehinderten. Im Gegensatz zu uns fuhren sie mit dem Zug. Wir flogen mit einem Flugzeug der Tyrolean Airways nach Innsbruck. Wir wurden in einem Dreisternehotel untergebracht. Noch am selben Tag gingen wir in ein italienisches Restaurant essen. Am nõchsten Morgen gingen wir zum Fr³hst³ck. Wir lie¯en uns reichlich Zeit, denn die Meisterschaften wurden erst am Nachmittag er÷ffnet. Als wir uns dann auf den Weg zum Schwimmbad machten, verfehlten wir es. Zum Gl³ck wies uns eine nette Innsbruckerin den richtigen Weg. Die Innsbrucker sind ja f³r ihre Nettigkeit bekannt! Nach der Sportpassuntersuchung zogen wir uns um und schwammen uns ein. Leider mussten wir dann erfahren, dass sich alles noch etwas verz÷gern w³rde. Also warteten wir eine weitere Stunde in diesem gut geheizten Schwimmbad. Als es dann losging, stand schon das nõchste Problem vor uns allen. Die Verstõrker, die man dort verwendete, waren schlecht zu verstehen. Nun ja, als dann die ersten Bewerbe anfingen, konnten wir es kaum erwarten zu starten. An diesem Tag war Bianca die Einzige von unserem Team, die zwei Disziplinen schwamm, nõmlich 50 m Freistil und 100 m R³cken. Karl, Ursula und ich schwammen nur 100 m Freistil. Wir mussten leider erfahren, dass in der Klasse B3 nur Karl und ich schwammen, aber was noch schlimmer war, Ursula war leider schon wieder - wie bei den Internationalen Schwimmmeisterschaften in unserer Schule - eine Einzelstarterin. Aber am Spa¯ mangelte es uns trotzdem nicht. Bianca und ich erreichten in 50 m Freistil jeweils Bestzeit. Als Einzelstarterin bekam Bianca eine Verbandsgoldmedaille, ich erhielt als Staatsmeister eine Goldmedaille. Ich erreichte hier meine Bestzeit: 38,27 Sekunden. Bianca schwamm ebenfalls ihre Bestzeit. Einige Zeit spõter war Bianca mit 100 m R³cken dran. Leider war sie eine Einzelstarterin. Nach diesem Bewerb machten wir uns auf den Weg ins Hotel. Danach gingen wir zum Abendessen. Wir fuhren ein St³ck aus der Innenstadt hinaus. Dann ging es zu Fu¯ weiter. Ach ja - Martin und seine Truppe, die ich bereits oben erwõhnte, begleiteten uns. Innsbruck ist Martins Heimatstadt, daher kennt er sich hier gut aus. Ich war froh, dass Martin mit uns gekommen war, denn ich lernte ihn dadurch besser kennen. Ich stellte fest, dass er ein sehr netter Mensch ist, nat³rlich hatte ich auch vorher keinen schlechten Eindruck von ihm, aber ich kannte ihn eben noch nicht. Beim Schwimmtraining redet man ja nicht so viel miteinander. Am nõchsten Morgen fuhren wir nach dem Fr³hst³ck wieder ins Schwimmbad. Wir sahen schon alle sehr aufgeregt dem heutigen Tag entgegen. Alle au¯er Bianca hatten drei Disziplinen zu schwimmen. Karl und ich schwammen dasselbe, nõmlich 200 m Lagen, 100 m Brust und 100 m Freistil. Im Brustschwimmen wurde ich von Karl geschlagen. In den anderen zwei Disziplinen gewann ich. Ursula schwamm 100 m Brust. Nun, auch das war ein wundersch÷nes Erlebnis, das ich dem BBI zu verdanken habe. Denn wõre ich nicht hier, dann k÷nnte ich das gar nicht miterleben. Danijel Krnjeta Polytechnische Schule %%%Bericht ³ber die Sportwoche in Schielleiten 20. bis 26. Mai 2001 Am Sonntag, dem 20. Mai 2001 war ich schon den ganzen Tag aufgeregt. Die Fahrt mit dem Bus war teils langweilig und teils lustig. In Schielleiten angekommen, wurden die Zimmer eingeteilt. Ich war mit Gerald, Dani und Sascha im Zimmer. Am nõchsten Tag ging es endlich mit dem Sport los. Das freute mich wirklich sehr. Jede Einheit dauerte ungefõhr 90 Minuten. Ich war sogar mit Ernst Wurnig, einem bekannten Blindensportler, in einer Gruppe. Das Essen schmeckte in dieser Sportwoche sehr gut. Am liebsten hatte ich die Nachspeisen. Die Getrõnke waren nicht so billig. Es gab Tische f³r maximal 4 bis 5 Personen. An jedem Tisch sa¯en ein Student oder eine Studentin des Spezialfaches Behindertensport zu unserer Unterst³tzung. Das Schwimmbad, in das alle Gruppen an einem Tag fuhren, befindet sich in Hartberg. Hartberg ist ungefõhr 30 Minuten von unserem Haus entfernt. Am meisten gefiel mir die Disco. Sie dauerte von 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr. Es wurde sehr gute Musik gespielt. Alle Studenten und Studentinnen waren gekommen. - In Schielleiten lernte ich neue Freunde kennen. Es wurde sogar ein Orientierungslauf veranstaltet. Ich belegte den 9. Platz. Am Abend dieses Tages wurde gegrillt. Wir feierten auch eine Messe. Unser Pater Florian war der Priester. Es hat mir sehr gut in dieser Sportwoche gefallen. Der Abschied von dort fiel mir sehr schwer und mir kamen fast die Trõnen. Daniel Richter Polytechnische Schule $$$Leserbriefe %%%Buchvorstellung - Wilhelm Cerveny Prof. Wilhelm CERVENY, von 1952 (als Erzieher mit einer Unterbrechung bis 1967) bis Sept. 1984 als Lehrer am BBI tõtig, hat schon immer im k³nstlerischen Bereich (Fotografie, Plastiken usw.) gearbeitet. In Ausstellungen (YTONG-Bilder) und diversen Ver÷ffentlichungen konnte er sein gro¯es K÷nnen prõsentieren. Jetzt liegt ein sehr sch÷nes Buch vor ("Der Dunkelsteinerwald Mosaik einer Landschaft"), das Einblicke in das gro¯e fotografische K÷nnen von Wilhelm und das lyrische Talent von Anneliese Cerveny gibt. Ein Bucherlebnis, das allen zu empfehlen ist. OStR Prof. Franz Haslinger Direktor Lieber Franz! Als "Beilage" findest du einen Bildband, herausgegeben von einem "Ehemaligen", der aber noch lebt. Das Ding ist eine Art Beleg f³r mein ewiges Nichterscheinen bei den diversen Feierlichkeiten und gleichzeitig ein Ausdruck meiner ungebrochenen Verbundenheit mit dem Institut und seinen "Bewohnern". Wer mich noch kennt, wird mich von einer neuen Seite kennenlernen, wer mich nicht kennt, kann sich die Sache v÷llig uneingenommen zu Gem³te f³hren, wenn es ihn interessiert. Zur Entstehungsgeschichte nur soviel: Von mir stammen die Sachtexte, die Plõne und die Bilder, von meiner Frau die Gedichte, verfa¯t in der Zeit, als sie noch gesund war und alles von Angesicht zu Angesicht kennenlernte. Der Zeitaufwand war enorm, denn etliche Bildmotive musste ich 4x, 5x, 6x und ÷fter ansteuern, um sie ins rechte Licht zu bekommen. Nachts schrieb ich an den Sachtexten, tags³ber: Einkaufen, Mõhen, Arzt- bzw. Spitalsfahrten usw. Damit das Ding ³berhaupt von einem Verlag angenommen und gedruckt wurde, mu¯te ich 200 Abnahmegarantien vor- legen; diese einzuholen, war eine zusõtzliche "Aufgabe", bei meinem riesigen Bekanntenkreis hier zwar kein Problem, daf³r aber ein weiterer Zeitaufwand; er hat sich gelohnt, denn zuletzt hatte ich 386 derartige Garantien, soda¯ die Drucklegung in Angriff genommen wurde. Bild- und Textgestaltung mu¯te wieder ich machen, auch das Lektorat. Aber der ganze Einsatz hat sich gelohnt, denn der Bildband wurde ein ungeheurer Erfolg und ist bald vergriffen (in Wien ³brigens erhõltlich bei Morawa in der Wollzeile, bei Freytag u. Berndt am Kohlmarkt und bei 777 in der Domgasse - jedoch nicht billig - und: ich bekomme bei dieser ersten Auflage kein Honorar!) Ich "verehre" dieses Werk meiner ehemaligen Wirkungsstõtte, den Kolle- gen, die mich noch kennen und jenen, die mich nicht kennen. Herzliche Gr³¯e Wilhelm Cerveny %%%Hofrat Dr. Friedrich Benesch Haydngasse 18 A-7011 Siegendorf Tel. 02687 / 425 63 Siegendorf, den 18. April 2001 Herrn Direktor OStR. Prof. Franz Haslinger Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wittelsbachstrasse 5 1020 Wien Lieber Franz! Mit spezieller Freude habe ich die neueste Nummer der "Hauszeitung" erhalten - und ich m÷chte Dir auf diesem Wege unbedingt sagen : Das ist bisher die beste Ausgabe ! Da ist alles so informativ, so prõzise, so vielfõltig geschrieben - auch f³r Au¯enstehende durchaus lesenswert. Ich m÷chte Dir und dem Redaktionsteam von Herzen gratulieren und offen sagen, dass ich Euch alle beneide - denn wenn ich an mein "seliges" BBI - KONKRET zur³ckdenke, wo ich alles machen musste (einschlie¯lich des Schreibens auf die Matrizen ....) so ist das ein Fortschritt in Quantenspr³ngen. Sicherlich wird nat³rlich auch bei Euch punkto Vorbereitung nicht alles so problemlos laufen, wie's einem "Emeriten" scheinen mag, aber trotzdem Hut ab! Macht also weiter so! Denn das ist die beste Werbung f³r "unsere Wittelsbachstrasse" und zugleich eine echte Investition f³r die Zukunft. Ich hõtte Dir das auch telefonisch sagen k÷nnen - aber ich hielt es so f³r angemessener. Herzliche Gr³¯e an Dich und das Redaktionsteam Dein Fritz $$$Heiteres aus dem Unterricht Im Informatikunterricht des Lehrganges f³r Telekommunikation haben wir uns kurz mit der Tabellenkalkulation EXCEL beschõftigt. Als praktisches Anwendungsbeispiel wurden Formeln erarbeitet, die es erlauben Schillingbetrõge in Euro umzurechnen und umgekehrt. In der darauf folgenden Stunde sollte das Erlernte variiert ge³bt werden. Ich erzõhlte kurz von meiner bevorstehenden Reise nach Deutschland und dass ich mir ³berlegen m³sse, wie viele Mark ich ben÷tigen w³rde. Um mit den Werten flexibel sein zu k÷nnen, sollten Formeln f³r die Umrechnung von Schilling in Mark und umgekehrt gefunden werden. Dazu ist es von entscheidender Bedeutung zu wissen, in welchem Verhõltnis Mark und Schilling stehen. Gerald meinte: "F³r einen Schilling bekomme ich 7 Mark." Ich entgegnete, dass ich unter diesen Bedingungen mein gesamtes Geld bei ihm in Mark tauschen w³rde. Aber die beabsichtigte Pointe fiel nicht auf fruchtbaren, sprich verstõndnisvollen Boden und so musste ich bei der Klõrung des Problems mithelfen. Wir fanden heraus, dass bei verschiedenen Wõhrungen eine Einheit kleiner oder gr÷¯er als Schilling sein kann. Eine Mark hat einen h÷heren Wert, "ist gr÷¯er" als ein Schilling. Und da fiel Gerald auch gleich die Begr³ndung daf³r ein: "Deutschland ist ja viel gr÷¯er als Ísterreich!". Erich Schmid Impressum Dieses Informationsblatt wird vom Bundes-Blindenerziehungsinstitut herausgegeben. Im Sinne des Mediengesetzes f³r die Herausgabe verantwortlich ist der Direktor, OStR Prof. Franz Haslinger. F³r den Inhalt verantwortlich ist jeder einzelne Verfasser. Die geõu¯erten Meinungen m³ssen sich nicht mit dem Standpunkt der Redaktion decken. Verantwortlicher Redakteur ist Prof. Erich Schmid. Kostentrõger f³r das Informationsblatt ist der Elternverein des Bundes- Blindenerziehungsinstitutes. Alle in 1020 Wien, Wittelsbachstra¯e 5