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BERICHT
Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“
Unterstützung der Blindenschule in Peja/Kosovo

Vom 27. 11. – 4. 12 2003 verbrachten der neue Direktor und zwei Kolleginnen der Blindenschule Peja/Kosovo eine Fortbildungswoche am Bundes- Blindenerziehungsinstitut in Wien. In dieser Woche lernten sie die verschiedenen Abteilungen des Bundes- Blindenerziehungsinstitutes kennen, sie sammelten Informationen und diskutierten mit Fachleuten konkrete Unterstützungsmaßnahmen für die Blindenschule Peja.

Programm:

27. 11. 03 Donnerstag

Ankunft Wien Schwechat ca. 16.00 Uhr
18.00 Abendessen
19.00 Gespräch: Vorstellen der Schule, Programm

28. 11. 03 Freitag

8.00 –10.00 Kindergarten
10.00 –12.00 1.+ 2. VS Fr. Knopp
12.00 –13.00 3. + 4.VS Fr. Hannemann
13.00 Mittagessen
1. + 2. Std.n. LÜM/ HAS Fr. Plutsch

29. 11. 03 Samstag

HAS- Lehrausgang: Völkerkundemuseum
12.00 Mittagessen
13.00 – 15.00 Informatik Hr. Schmid

30. 11. 03 Sonntag

 

Sightseeing

 

1. 12. 03 Montag

1. 1. HS Englisch Fr. Kummer
2. 4. HS Mathematik Fr. Stanetty
3. 3. HS BU Fr. Stanetty
4. 1. HS PC Fr. Stanetty
5. 2. HAS GW Fr. Dornstauner

Nachmittag: O&M Fr. Ettl, Hr. Harnischfeger
Firmenbesuche: Hilfsmittelfirmen


2. 12. 03 Dienstag

8.00 – 10.00 Gespräch mit Fr. Prof. Alteneder (Lehrpläne, Struktur, ...)
10.00 – 11.00 Telekommunikation Fr. Alteneder
11.00 – 13.00 Korbflechterei Hr. Dobernig, Fr. Quiner

1. Std.n. ASO LÜK Hr. Weingartner
2. Std.n. OK LÜK Hr. Weingartner
3. + 4. Std.n. 4.HS Informatik Fr. Rupp

Besuch einer Internatsgruppe

3. 12. 03 Mittwoch

Vormittag: Frühförderung
5. Std ASO Werken Hr. Ganitzer

1. Std.n. 1.PTS Werken Hr. Ganitzer

LPF- Training im Internat

4. 12. 03 Donnerstag

ca. 9.00 Abfahrt zum Flughafen
ca. 11.00 Abflug


Die ganze Zeit war ein Dolmetscher Hr. Niq Krasniqi (Albanisch – Deutsch –Albanisch) dabei.
Die Kollegen lernten verschiedene Methoden und Unterrichtsmaterialien kennen. Im Anschluss an die Unterrichtsstunden konnten sie mit den Kolleginnen und Kollegen ihre Eindrücke besprechen und weitere Fragen stellen.

Am Ende dieser Woche fand ein abschließendes Gespräch statt. Der Direktor berichtete, dass in diesem Schuljahr 24 neue blinde und sehbehinderte Schülerinnen und Schüler in der Blindenschule Peja angefangen haben. Das ist das Ergebnis der verstärkten Öffentlichkeitsarbeit, die seit einiger Zeit von den Kolleginnen und Kollegen der Schule durchgeführt wird. Weiters wollte er die Idee aufgreifen, durch Veranstaltungen und Verkaufsausstellungen (Anregung durch den Weihnachtsmarkt am Bundes-Blindenerziehungsinstitut) die Schule zu öffnen und in der Stadt Peja besser bekannt zu machen. Das Orientierungs- und Mobilitätstraining und das LPF-Training begeisterte ihn und die Kolleginnen. Ihnen gefiel das Ausmaß an Selbständigkeit, das die Schülerinnen und Schüler dadurch gewinnen können.
Besonders wurde bedauert, dass den Kolleginnen und Kollegen im Kosovo keine Fachausbildung und geeignete Fachliteratur zur Verfügung steht.
Folgende Wünsche wurden geäußert:
- Fortbildung im Bereich der Frühförderung
- Fortbildung im Bereich der Augenheilkunde
- Fortbildung im Bereich der Informatik
- Hilfe beim Aufbau einer Frühförderstelle
- Hilfe beim Aufbau eines Lehrganges für Telekommunikation
- Weitere Renovierung des Gebäudes

Vorschläge zur Weiterführung des Projektes:
- Anbieten einer Fortbildungswoche im Kosovo (Frühförderung, Augenheilkunde)
- Kontaktaufnahme mit Hr. Dir. Pöcher, der in Peja bereits die Heizung saniert hatte, um weitere Renovierungsarbeiten zu besprechen.