Bild: Folie von der Präsentation
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1. Einleitung

Sehr geehrte Damen und Herrn.

Ich stehe nun in Erfüllung dreier Aufgaben vor Ihnen: für die kommenden mehr als 60 Minuten darf ich Ihr Begleiter auf unserer gemeinsamen Reise durch die Zeit sein; als Erzähler werde ich in gebotener Kürze Fakten und Kommentare vortragen; als Moderator werde ich die einzelnen Beiträge ankündigen und so den Lauf der Veranstaltung vorantreiben. Es erwartet Sie kein "Festvortrag" im Stile einer Vorlesung und sie brauchen auch keinen Frontalunterricht zu befürchten! Wir hoffen, dass Ihnen der mehrfache Wechsel der Präsentationsform hilft, interessiert und konzentriert bei der Sache zu bleiben. Wir haben uns Verschiedenes einfallen lassen, um dem Credo Johann Wilhelm Kleins von der größtmöglichen Anschaulichkeit des Unterrichts hier und heute Rechnung zu tragen!

Die äußeren Klammern auf unserem Gang durch die Zeit sind der Beginn und das Ende des Lebens von Johann Wilhelm Klein, 1765 und 1848. In unserer Festschrift sind wesentlich mehr Fakten zum Leben Kleins und zur Bildung sehgeschädigter Menschen in den letzten zwei Jahrhunderten gesammelt als hier genannt werden können. Wir werden jedoch bei besonders bedeutsamen Jahren innehalten. Es sind dies vor allem jene Jahre, in denen neue Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen entstanden sind. Wir haben in unserem "Museum des Blindenwesens" wenige Briefe von Johann Wilhelm Klein, aber vor allem Briefe an ihn aufbewahrt. Aus diesem Schatz wollen wir Ihnen heute einige Passagen in gekürzter Form zur Kenntnis bringen. Und von diesen Momentaufnahmen aus den Jahren von Schulgründungen und den Briefen, die teilweise in anderen Jahren geschrieben wurden, spannen wir einen Bogen zum Jahr 2004: Vertreterinnen und Vertreter aus fünf Ländern, von denen vier erst seit dem ersten Mai der Europäischen Union angehören, werden uns in Kurzreferaten über den Stand der Bildung sehgeschädigter Menschen in ihrer Einrichtung und in ihrem Land informieren. Jeweils ein musikalischer Beitrag wird uns entsprechend einstimmen und den Vortragenden die Gelegenheit geben, sich auf ihren Beitrag vorzubereiten.

Mein Sprechen wird durch Powerpoint-Folien unterstützt. Dieser Bestandteil der Präsentation ist für meine blinden und sehbehinderten Kolleginnen und Kollegen leider nicht zugänglich - accessible, wie man heute auch sagt, ich werde aber trotzdem nicht die Inhalte der Folien beschreiben, da vorwiegend Landkarten, Bilder und inhaltliche Zusammenfassungen auf die Leinwand projiziert werden. Den Sound können dann wieder alle hören!