SEF-Klassen

Am Bundes-Blindenerziehungsinstitut gibt es derzeit 3 Klassen für schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche.
Der Unterricht erfolgt nach dem Lehrplan der Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder.
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Förderung von schwerstbehinderten Kindern und Jugendlichen

  • UNTERRICHT
  • THERAPIE
  • PFLEGE
  • ELTERNARBEIT                                                                                   

Es gibt keine strikte Abgrenzung zwischen pflegerischen, pädagogischen und erzieherischen Maßnahmen. Vielmehr verschmelzen sie zu einer Einheit und ermöglichen so eine optimale Förderung.

Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit

  • Erstellen individueller Förderpläne
  •  Geeignete Rahmenbedingungen für das gemeinsame Lernen (Interaktion) schaffen
  •  Individuelle Situation und Tagesverfassung der Kinder beachten – Pausen einräumen
  •  Rituale und rhythmischer, strukturierter Tagesablauf schaffen
  •  Wahrnehmungsförderung
    Somatische Wahrnehmungsförderung - Bällchenbad
    Somatische Wahrnehmungsförderung – Bällchenbad
  •  Ganzheitliches Lernen
  •  Handlungsorientierter Unterricht
  • Vermittlung von lebenspraktischen Fertigkeiten und Erlernen von Alltagstechniken
    Gemeinsames Kochen - Schneideübungen
    Gemeinsames Kochen – Schneideübungen
  •  Projektunterricht
  • Soziales Lernen
    Halloween-Party
    Halloween-Party
  •  Enge Zusammenarbeit mit Therapeutinnen und Therapeuten, Hort, Wohngruppe,…
  • Elternarbeit
  •  Erlernen von Kulturtechniken

Der Unterricht in den SEF-Klassen orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen und Interessen jedes einzelnen Kindes.

Um diesen Bedürfnissen und Anforderungen gerecht zu werden, gilt es zunächst, die Voraussetzungen einer jeden Schülerin/eines jeden Schülers zu bestimmen (= Ist-Zustand), deren Vorlieben und Abneigen zu erkennen bzw. deren Ressourcen zu ergründen. Basierend auf diesen Erkenntnissen wird für jedes Kind ein individueller Förderplan mit entsprechenden Förderzielen erstellt.

Neben der basalen Wahrnehmungsförderung gehören/zählen die motorische Kompetenzerweiterung, das Erlernen und Einüben bzw. Festigen von lebenspraktischen Fertigkeiten/Fähigkeiten, Sprachentwicklung, Esstraining und soziales Lernen zu den wesentlichen Bestandteilen des Unterrichts.

Wir sind bemüht unsere Schülerinnen und Schüler in der Entwicklung ihrer Persönlichkeit zu unterstützen, damit sie ein möglichst eigenständiges Leben führen können. Eingebettet in Alltags- und Routinesituationen versuchen wir zudem die Kinder in ihrer Selbstständigkeit zu fördern, indem sie lernen aktiv mitzuhelfen bzw. ihre vorhandenen Fertigkeiten zu festigen und zu vertiefen. Sie sollen dabei das Gefühl bekommen, sich als initiativ und selbstbestimmt zu erleben. Durch Materialien und Situationen mit einem hohen Aufforderungscharakter werden die Kinder zudem zu einem zielgerichteten Handeln und Agieren motiviert werden.

Kulturtechniken, wie z. B. Lesen, Schreiben und Rechnen werden je nach individuellen Möglichkeiten der Schülerinnen und Schüler in vielfältiger Weise durch individuell erstellte Unterrichtsmaterialien, computerunterstütztes Lernen, Montessorimaterial und durch abwechslungsreiches und lustbetontes Lernen gefördert.

Durch gemeinschaftliche Aktivitäten wird ein gegenseitiges Kennenlernen ermöglicht, um so auch voneinander zu lernen und zu profitieren. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen den Sozialkontakt auch außerhalb des Klassenverbandes zu initiieren, neue Bekanntschaften zu machen und spannende, abwechslungsreiche Vormittage zu erleben. Gestärkt durch die gewonnenen, positiven Erfahrungen sollen die Kinder motiviert werden sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Um die sonderpädagogischen Zielssetzungen (Förderziele) zu erreichen, fließen Elemente aus verschiedenen Konzepten in den Unterricht mit ein

  •  Basale Stimulation nach Fröhlich
  •  Basale Kommunikation nach Mall
  •  Basale Aktivierung (Breitinger/Fischer)
  •  Snoezelen nach Jan Hulsegge / Ad Verheul
  •  Sensorische Integration nach Ayres
  •  Kombiniertes Konzept nach Dank
  •  Motopädagogik (Zimmer)

Besondere Förderangebote

  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Gitti-Tanzen
  • Motopädagogik
  • Rhythmik- und Bewegungspädagogik
    Spielen von verschiedenen Musikinstrumenten
    Spielen von verschiedenen Musikinstrumenten
  • Unterricht am PC mit entsprechenden Spezialprogrammen, Braillezeile bzw. Sehhilfen
  • Sprachheilkunde
  • Unterstützte Kommunikation (Symbole, Gebärden, elektronische Hilfsmittel)
    Interaktiva - die sprechende Wand
    Interaktiva – die sprechende Wand
  • Logopädie

Besondere Räumlichkeiten für die Förderung schwerstbehinderter Kinder und Jugendlicher

  • Snoezelenraum
    Wassersäule
    Wassersäule
  • Ergotherapieraum
    Bohnenbad
    Bohnenbad

Zusätzlich steht den Klassen ein Medienraum zur Verfügung, aus dem eine Vielzahl von Materialien entliehen werden kann, wie z.B. Lightscout, Trommeln, Montessorimaterial, usw. …

Elternarbeit

Eine sinnvolle und optimale Förderung der Schülerinnen und Schüler funktioniert nur mit guter Elternkooperation. Gegenseitiger Informationsaustausch, kontinuierlicher Dialog und Zusammenarbeit beeinflusst nachhaltig die pädagogische Arbeit. Es ist wichtig, Informationen über das Kind (außerschulische Therapien, Gesundheit, familiäre Veränderungen,…) und innerhalb der Klassen (Mitteilungsheft, Elternsprechtage, Sprechstunden,…) auszutauschen. So können Unklarheiten und Ängste bezüglich der Förderung des Kindes ausgeräumt bzw. Anregungen und Tipps vermittelt werden.

Erlebnismöglichkeiten

Durch die unmittelbare Nähe unserer Schule zum Prater haben wir bei Schönwetter die Möglichkeit Ausflüge ins Grüne zu machen. Auch unser Schulgarten bietet eine Vielzahl an Erlebnismöglichkeiten im Freien. Neben einigen Kinderschaukeln, einer Nestschaukel, einem Kinderkarussell und einem Sandspielplatz gibt es auch einen Erlebnishügel zu erkunden.